Sursee LU, Wallfahrtskapelle Mariazell, Vollgeläute
Nun noch einmal ein schönes Kapellengeläute aus der Pfarrei Sursee. Diesmal ein historisches aus einer etwas bekannteren Kapelle: Sursee LU Wallfahrtskapelle Mariazell Konfession: römisch-katholisch Es erklingt das zweistimmige Geläute: d‘‘ f‘‘ Aufnahme vom Dienstag, 01.11.2016, 07h55 Zusammenläuten zum Festgottesdienst an Allerheiligen. Im originellen Dachreiter der Wallfahrtskapelle hängen 2 historische Glocken. Die kleinere wurde 1594, die grössere 1658 gegossen. Die Giesser von beiden Glocken sind nicht bekannt. Die Glocken stehen zueinander in der Mollterz und sind von schönem Klange. Leider wurden die Glocken wohl in neuerer Zeit an unschöne Stahljoche gehängt. Der Ursprung der Kapelle Mariazell ist nicht gesichert. Evtl. ist sie aus einer Schlosskapelle eines Freiherrn von Wolhusen, der hier ein Schloss besessen haben soll, hervorgegangen oder es könnte auch sein, hier ein frommer Einsiedler gehaust hat, dessen Heiligtum nun in der Wallfahrtskapelle weiterlebt. Sicher ist, dass 1275 eine Kapelle in "Celle" erwähnt wurde. Das heutige barocke Kleinod entstand 1656-1658 an einer etwas anderen Stelle. Die letzte Restauration fand 1981-1982 statt. Mariazell liegt unweit des historischen Stadtkerns von Sursee. Die Kapelle erhebt sich an der Strasse Richtung Sempach auf einem Hügel an hervorragender Aussichtslage (von hier aus kann man den Sempachersee sowie u. a. die Kirchtürme von Sursee, Nottwil, Eich, Geuensee, Triengen und Knutwil sehen). Aussen ist die Kapelle recht schlicht, der Dachreiter mit Laternenkuppel und das gemalte Marienbild an der Stirnwand des Chores fallen auf. Ganz im Gegensatz dazu ist das Innere reich ausgestattet. Die Decke ist ähnlich jener von Hergiswald mit marianischen Symbolen verziert. Besondere Kleinodien sind die Altäre, die in der Bauzeit vom einheimischen Künstler Hans Wilhelm Tüfel geschaffen wurden. Anstelle von Altarbildern sieht man hier "Schaukästen", die mit vollplastischen Figuren die jeweilige Szene darstellen: von links nach rechts Mariä Geburt, Verkündigung durch Gabriel an Maria sowie Mariä End. Interessant sind weiter auch 2 Hinterglasbilder sowie weitere Gemälde. Die Kapelle besitzt sogar eine Pfeifenorgel aus dem Jahre 1984 von der einheimischen Orgelbaufirma Graf. Daten der Glocken: Nr. 1 gegossen 1658 Schlagton: d‘‘ Nr. 2 gegossen 1594 Schlagton: f‘‘ Bilder, Tonaufnahme und Text: Robin Marti

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