Warum schlechte Meetings teuer werden – und wie Silent Meetings helfen

2.100 Euro. So teuer kann ein einziges schlecht vorbereitetes Meeting werden. Und dabei sind die eigentlichen Folgekosten noch gar nicht eingerechnet: Verschobene Entscheidungen, verpasste Chancen, liegengebliebene Arbeit an anderen Themen. Viele Organisationen suchen die Ursache bei den Teilnehmenden. Die Forschung legt einen anderen Schluss nahe. In vielen Entscheidungsmeetings erwarten wir von Menschen gleichzeitig, Informationen aufzunehmen, zu verstehen, zu bewerten und darüber zu diskutieren. Genau dort beginnt das Problem. Unser Arbeitsgedächtnis ist begrenzt. Je mehr mentale Aufgaben gleichzeitig stattfinden, desto schwieriger wird es, komplexe Zusammenhänge sauber zu durchdenken. Hinzu kommt ein weiterer Effekt: Gruppen diskutieren häufig ausführlich über Informationen, die ohnehin allen bekannt sind. Neue Perspektiven und Wissen einzelner Personen gehen dabei erstaunlich oft verloren. Deshalb verbringen viele Teams einen großen Teil ihrer gemeinsamen Zeit mit Informationen, die bereits auf dem Tisch liegen. Einige Unternehmen organisieren Entscheidungsmeetings inzwischen anders. Sie trennen Informationsverarbeitung und Diskussion. Menschen lesen zunächst dieselben Informationen. Erst danach beginnt das Gespräch. Dieses Format ist auch bekannt als Silent Meetings. Die gemeinsame Zeit wird dadurch für Fragen, Abwägungen und Entscheidungen genutzt. Es löst das Problem von verzögerten Entscheidungen und zu vielen Folgemeetings. Und genau dort entsteht der eigentliche Wert eines Meetings. Denn gemeinsame Zeit gehört zu den teuersten Ressourcen moderner Wissensarbeit. #Meetings #Meetingkultur #Leadership #Produktivität #Entscheidungen #Zusammenarbeit #Wissensarbeit #Arbeitsorganisation #SilentMeetings #IntelligenteOrganisationen