Expositurkirche Ternitz/Dunkelstein-Blindendorf - (A-NÖ) - Einzelläuten und Vollgeläute

In diesem Video präsentiere ich euch das Geläute der Expositurkirche Ternitz-Dunkelstein, welches wohl eines der eigenartigsten und seltensten Geläuten in der Gegend darstellt, da die Glocken aus Messing gegossen sind und als Glockenmaterial sehr ungewöhnlich sind. Das Material ist relativ porös und hat einen äußerst hohen Weichheitsgrad (man kann mit dem Finger Material abkratzen). Die Glocken stammen aus der ehemaliger Gießerei Zahn und Glöckl in der Bezirkshauptstadt Neunkirchen, sprich aus direkter Nachbarschaft. Glocken dieser Gießerei sind heute nur noch eine Handvoll an Exemplaren erhalten. Besonders hervorzuheben ist, dass die Glocken handgeformt wurden und auch spanende Reliefs als Inschriften besitzen. Direkt ins Auge stößt auch der "Mörderklöppel" bei der großen Glocke und die heftige Notbremse bei Glocke 2. Der Mörderklöppel existiert schon seit mehr als einem Jahrzehnt und dafür hat sich die Glocke eigentlich gut gehalten. Die Expositurkirche Dunkelstein-Blindendorf ist eine den Heiligen Peter und Paul geweihte römisch-katholische Kirche im Ternitzer Stadtteil Dunkelstein und gehört als Expositurkirche der Pfarre Wimpassing im Schwarzatale zum Dekanat Gloggnitz der Erzdiözese Wien. Die Expositurkirche Dunkelstein-Blindendorf wurde bereits im Jahre 1160 urkundlich erwähnt. Im Jahre 1992 entdeckte man dort Reste eines mittelalterlichen Friedhofs. Die heutige Kirche ist ein barocker Saalbau über einem mittelalterlichen Vorgängerbau mit rund geschlossenem Chor, Dachreiter und einem kreuzgratgewölbten Langhaus mit Orgelempore. Der Hochaltar der Expositurkirche Dunkelstein-Blindendorf stammt aus der Zeit um 1700 und zeigt das Altarbild „Petri im Kerker“. Die Seitenaltäre aus dem späten 17. Jahrhundert sind dem hl. Johannes Nepomuk beziehungsweise der Stigmatisation des hl. Franziskus gewidmet, zudem besitzt die Kirche eine 1875 von Franz Ullmann erbaute Orgel mit sechs Registern. Wie bereits oben erwähnt hängen am Turm drei äußerst spannende Messingglocken, die kurz nach Ende des Zweiten Weltkrieges im Jahre 1946 gegossen wurden. Sie erklingen in den Tönen e´´ a´´ g´´ Zahn&Glöckl 1946 - Neunkirchen NÖ Glocke 1 Inschrift: Gewicht: 160kg Durchmesser: 63.5cm Glocke 2 Inschrift: Gewicht: 80kg Durchmesser: 49.9cm Glocke 3 Inschrift: Gewicht: 30kg Durchmesser: 32cm Programm: 0:00 Fotos 0;40 Glocke 3 1:45 Glocke 2 2:52 Glocke 1 4:15 Vollgeläute Quellen: Wikipedia, Glockenverzeichnis von Österreich; Jörg Wernisch ___________________________________ Vielen Dank an den Pfarrer für die Ermöglichung der Aufnahme und an ‪@Josefglocke‬ fürs Dabeisein !