(CH - ZH) Zürich - Riesbach: Glocken des Ref. Neumünsters, Vollgeläute (Tonaufnahme)
Es läuten die Glocken der reformierten Neumünsterkirche in Riesbach, einem Stadtkreis der Stadt Zürich. Stimmung: H° dis' fis' gis' h' Motiv: "Wachet auf, ruft uns die Stimme" mit verdoppeltem Grundton Giesser und Gussjahr: Glocken 1-3 & 5 - Jakob Keller I., Zürich-Unterstrass 1838 Glocke 4 - H. Rüetschi AG, Aarau 1955 Gesamtgewicht: 6069 kg Tonaufnahme: Sonntag, 24.11.2024, 09.45 Uhr, Zusammenläuten zum Gottesdienst am Ewigkeitssonntag Der markante Turm der Neumünsterkirche in Zürich birgt ein klangvolles fünfstimmiges Geläut, welches im Wachet-Auf-Motiv erklingt. Im Jahr 1838 wurde das vierstimmiges Geläut vom Glockengiesser Jakob Keller in Unterstrass gegossen. Die mit kräftigen Girlanden gezierten Glocken wurden 1955 durch die fünfte Glocke (heutige Glocke 4) ergänzt, dabei an Stahljoche umgehängt und um einen Halbton tiefer gestimmt. Im Jahr 1834 wollten die reformierten Bewohner von Riesbach, Hottingen und Hirslanden nicht mehr den weiten Weg zum Grossmünster zurücklegen, um den Gottesdienst zu besuchen. Der Grosse Rat von Zürich erlaubte dem Pfarrer Johann Jakob Füssli die Neugründung einer eigenen Kirchgemeinde, worauf eine Aktiengesellschaft zum Bau der in Abgrenzung zum Grossmünster genannten Kirche Neumünster entstand. Demokratisch wurde über den Standort der neuen Kirche abgestimmt, sodass die Kirche auf dem flachen Zelglihügel zu stehen kam. Für den Bau der Kirche wurde im August 1834 ein unbeschränkter Wettbewerb eröffnet, der in weiten Architekturkreisen für Aufsehen sorgte. Die Beteiligung war rege, es nahmen sowohl ältere klassizistische Architekten (Hans Caspar Escher, Hans Conrad Stadler, Johann Caspar Vögeli) wie auch jüngere eher historistisch orientierte (Melchior Berri, Leonhard Zeugheer, Ferdinand Stadler) daran teil. Zeugheer gewann mit einem neugotischen Projekt den ersten Preis, gefolgt von Johann Caspar Vögeli und dem durch seine späteren Kirchenbauten bekannten Ferdinand Stadler. Zeugheers Wahl des neugotischen Stils war insofern bemerkenswert, als die Gotik wegen der vielen bestehenden alten Kirchen als katholischer Stil galt. Ungeachtet seines Sieges stiess das Projekt denn auch auf Widerstand, Zeugheer musste, um die Ausführung des Baues zu erhalten, die Pläne im klassizistischen Sinn umarbeiten. Das so veränderte Projekt wurde 1836 bis 1839 umgesetzt. 1880 wurde die Orgelempore durch Otto Wolff vergrössert; hierbei wurde auch die Kanzel an die Westwand umgesetzt. 1902 erfolgte unter Gustav Hirzel-Koch eine erste Aussenrenovation. 1912 wurde das Innere der Kirche durch Alfred Friedrich Bluntschli völlig erneuert, woran eine Tafel beim Eingang noch heute erinnert. Die Kirche wurde im späthistoristischen Stil umgestaltet, wobei die Kirche eine orientalische Bemalung an der Decke und den Wänden sowie Bodenmosaiken erhielt und die Fenster durch Stuckeinfassungen eingerahmt wurden. 1976 bis 1978 erfolgte eine Gesamtrenovation durch Peter Germann und Georg Stulz und im Jahr 1996 wurde das Äussere der Kirche, besonders der Kirchturm, saniert. Das Neumünster ist ein längsrechteckiger, fünfachsiger Saalbau, der sich auf dem Zelglihügel befindet, einer kleinen Anhöhe, die einst frei stand, heute jedoch von Villen aus dem 19. und frühen 20. Jahrhundert umgeben ist. Drei Treppenläufe führen von der Neumünsterstrasse zur Kirche, der Hauptzugang wird durch eine monumentale Freitreppe bestimmt. Die Kirche ist von einer Parkanlage umgeben, die mit Scheinzypressen und Linden bepflanzt ist. Östlich der Neumünsterkirche befand sich einst der Friedhof Neumünster, der heute zu einer Parkanlage umgestaltet ist. Auf den Schmalseiten der Kirche sind Eckbauten vorangestellt. Die spätklassizistische Hauptfassade besitzt drei Portale und wird durch Säulen und Pilaster rhythmisiert. Über dem mittleren, leicht vorspringenden Portal erhebt sich der Kirchturm, der sich in ein würfelförmiges Zwischengeschoss, ein schlankes Geschoss mit Turmuhr und ein achteckiges oberstes Geschoss unterteilt. Die Seitenfronten werden durch hohe, schmale Rechteckfenster gegliedert. Mit ihrem markanten Frontturm ist das Neumünster vom englischen Klassizismus (Greek Revival) inspiriert, besonders von der Kirche St Pancras New Church in London und der Kirche St. Peter in Regent. Vom Neumünster Zürich wiederum dürften die reformierte Kirche Heiden und die reformierte Kirche Wattwil beeinflusst gewesen sein, welche beide von Felix Wilhelm Kubly wenige Jahre nach dem Neumünster Zürich erbaut wurden.

Zürich - Unterstrass (CH - ZH) Glocken der ref. Pauluskirche

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Muri AG, Reformierte Kirche, Vollgeläute

(CH - ZH) Zürich - Unterstrass: Glocken der ref. Pauluskirche, Vollgeläute (Neue Klöppel!)

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(CH - ZH) Zürich - Unterstrass: Glocken der Ref. Pauluskirche, Vollgeläute (Aussenaufnahme)

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