Forstinning (EBE) Plenum der Pfarrkirche

Am Nordrand des Ebersberger Forstes gelegen, bekam der Ort den Zusatz "Forst-" wohl in Abgrenzung zu Moosinning. Forstinning gilt als Urpfarrei, die um 1315 sieben Filialen hatte. Chor und Turm stammen wie häufig noch großenteils aus der Zeit der Gotik, doch erfolgte ab 1755 ein barocker Umbau durch Balthasar Trischberger aus München. Dabei erhielt die Kirche ihre Gewölbefresken von Martin Heigl, die im Chor die Heimsuchung zeigen, im Langhaus die Fürbitte des Nebenpatrons Sylvester vor Maria. Die seitlichen Kartuschenbilder mit Symbolen der Lauretanischen Litanei wurden 2004 freigelegt und ergänzt. Von der Ausstattung beeindruckt neben der Kanzel vor allem der Rokoko-Hochaltar aus dem Umkreis von Matthias Fackler in Dorfen. Die Madonnenfigur darin wird flankiert von den Bistumspatronen Korbinian und Benno. Beim Guss neuer Glocken 1908 wurde eine Glocke von 1428 nach Regensburg verkauft, da sie dort gegossen worden war und klanglich nicht dazu passte. Inzwischen ist auch vom Nachfolgergeläut nur mehr die kleine Glocke übrig. Das jetzige Geläut ist recht tontief, leidet aber hörbar unter der Kröpfung. 1. Ton c', gegossen 1951 von Czudnochowsky in Erding. 2. Ton e', Czudnochowsky 1949. 3. Ton g', Czudnochowsky 1950. 4. Ton a' von Ulrich, Apolda / Kempten, 1922. (Angaben teils aus dem Kirchenführer und Dehio Oberbayern. Danke an unteroktav für die Tour. Aufnahme vom April 2018)