Diedorf(D-WAK)Die Glocken der evang.Dorfkirche (Geläutpräsentation)
Diedorf liegt in der Thüringischen Rhön im Süden des Wartburgkreises an der Bundesstraße 285. Nachbarorte sind Neidhartshausen im Norden, Kaltennordheim im Osten und Süden, Empfertshausen im Westen und Zella/Rhön im Nordwesten. - Diedorf liegt in der Landschaft des oberen Feldatales, unweit befindet sich der Umpfen und oberhalb des Ortes der Höhn mit den Resten der mittelalterlichen Fischburg, die zum Teil dem Steinbruchbetrieb an der Westflanke des Berges zum Opfer fiel. - Diedorf wurde 788 erstmals als „Theodorpf“ in einer Schenkungsurkunde an das Kloster Fulda urkundlich erwähnt. Der Ort gehörte über Jahrhunderte zum Amt Fischberg, dass sich zeitweise im Besitz der Herren von Neidhartshausen, der Herren von Frankenstein, der Grafen von Henneberg-Schleusingen, des Klosters Fulda, verschiedener Ernestinischer Herzogtümer und zuletzt ab 1815 des Großherzogtums Sachsen-Weimar-Eisenach befand. - Seit 1920 gehörte der Ort zum Land Thüringen und von 1952 bis 1990 zum Bezirk Suhl. In den 1990er Jahren trat die Gemeinde der Verwaltungsgemeinschaft Oberes Feldatal mit Sitz in Kaltennordheim bei. - In der Nacht vom 2. zum 3. Oktober 2006 wurde gegen 1:30 Uhr ein Drittel der Häuser des Ortes zum Teil erheblich durch einen Tornado beschädigt. - Zum 31. Dezember 2013 wurde die Verwaltungsgemeinschaft Oberes Feldatal aufgelöst und Kaltennordheim wurde erfüllende Gemeinde für Diedorf. - Auf einer Anhöhe steht die evangelische Kirche, als Saalkirche entworfen und 1785 erbaut. Sie umgibt ein kleiner Friedhof mit dem Gefallenendenkmal an der Kirchenmauer. Der Taufstein mit Wappen aus dem Jahre 1605 stammt von der Vorgängerkirche, diese war abgebrannt. - Ein sicheres Datum für die Kirchengründung fehlt, doch weist das Patrozinium des Heiligen Antonius des Großen auf eine Entstehung in den Pestjahren des 14. Jahrhunderts hin. Die mittelalterliche Kirche brannte bei einer Brandschatzung im Dreißigjährigen Krieg 1634 ab. Der Nachfolgebau wurde 1783 bei einem Brand zerstört. Die heutige Kirche wurde 1785 neu errichtet. Sie wurde 1987/88 zuletzt restauriert. - Der Innenraum ist im typischen protestantischen Barock ausgeführt. Der einfache Saalraum ist nach oben durch ein hölzernes Tonnengewölbe mit gemalter Kassettierung abgeschlossen. An den Seitenwänden sind doppelte, an der Eingangsseite dreifache Emporen. Der Kanzelaltar mit den seitlichen Statuen der Heiligen Petrus und Johannes wird mit der gesamten Kanzelwand 1785 in reichen Ornamenten des Rokoko geschaffen. Bekrönt wird er von einer durch Landsknechte erweiterten Kreuzigungsgruppe. Auch der Ambo ist mit reicher Rokoko-Ornamenten versehen. Das kelchförmige Taufbecken mit Wappen ist bereits 1605 entstanden. Es wurde 1970 aus Kaltensundheim hierher übertragen. Die fünfteilige Orgel wurde 2003/2004 von der Orgelbau Waltershausen gebaut.Sie hat 17 Register, verteilt auf 2 Manuale und Pedal. - Glocke 3 Gussjahr:1961 Gussort:Apolda Gießer: Schilling Schlagton:h‘ Durchmesser:754mm Glocke 2 Gussjahr:1925 Gussort:Erfurt Gießer:Störmer Schlagton:a‘ Durchmesser:890mm Glocke 1 Gussjahr:1925 Gussort:Erfurt Gießer:Störmer Schlagton:fis‘ Durchmesser:1139mm - Inschriften: Glocke 1: Flanke Vorderseite: „KARL FRIEDRICH HÖSSEL * 25.10.1894 + 28.9.1914 FRIEDRICH LEIMBACH * 28.9.1894 + 5.3.1915 FRIEDRICH ABE * 27.1. 1885 + 2.8.1915 JOHANN CARL FRANK * 4.1.1984 + 21.10.1915 CHRISTIAN JULIUS PABST * 23.3.1893 + 8.3.1916 HUGO HÖSSEL * 1.11.1886 + 8.8.1916 RUDOLF KÖNIG * 20.4.1896 + 4.2.1917 AUGUST LIMPERT * 3.9.1895 + 25.5.1917“ darunter am Wolm: „DIES IST DEIN RUF DANKE UND GEDENKE DEINER HEIMAT HELDENSÖHNE“ „1925 GOSS UNS MEISTER STOERMER ZU ERFURT“ sowie das Gießerzeichen von Störmer (Rückseite Flanke) __________________________________ Glocke 2: Flanke: „ICH STIEG HERAB IN EISERNER ZEIT1917 ICH STIEG HERAUF DA NOCH IMMER LEID 1925 ICH MUSS KLINGEN, ALTEN UND JUNGEN ZUR LEHR VERLIERT JEDES GOT - GOTT. NIMMERMEHR.“ sowie das Gießerzeichen von Christian Störmer (Rückseite Flanke) __________________________________ Glocke 3: Hals: „Glaubet ihr nicht so bleibet ihr nicht + + +“ Geißersiegel und einfaches Kreuz (Flanke) 0:00 Impressionen und Infos der Kirche 0:45 Impressionen der Turm 1:03 Glocken 1:32 Glocke 3 2:49 Glocke 2 4:29 Glocke 1 6:39 Vollgeläut 7:16 Weitere Bilder 8:26 Fortsetzung Vollgeläut Zum 1. Januar 2019 wurde Diedorf in die Gemeinde Dermbach eingemeindet. Die Aufnahme entstand am 31.Januar 2026 zu einem Sonderläuten. - Vielen Dank auch an die Küsterin der Dorfkirche.Danke auch an @g@glockenlandschaft_thueringenür die Unterstützung. - Quellen:Eigene Fotos und Videos,Daten der Glocken &Wikipedia.

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