RAPPERSWIL SG (CH), Stadtpfarrkirche St. Johann, Vollgeläut
Präsentiert wird eine Außenaufnhame des Plenums der römisch-katholischen Stadtpfarrkirche St. Johann in Rapperswil SG. Rapperswil ist eine Stadt im schweizerischen Kanton Sankt Gallen, befindet sich am unteren Zürichsee und gehört mit ca. 10.000 Einwohnern zu der 2007 zusammen fusionierten politischen Gemeinde Rapperswil-Jona. Weithin sichtbar, auf einer Anhöhe neben dem Schloss Rapperswil befindet sich die Stadtpfarrkirche St. Johann. Die erste Kirche an dieser Stelle wurde zu gleicher Zeit mit Stadt und Schloss in der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts erbaut. Nach einem verheerenden Kirchenbrand im Jahre 1882 musste die Kirche größtenteils neu errichtet werden und vermischt daher Baustile aus verschiedenen Jahrhunderten. Der kleine Nordturm stammt größtenteils nich aus der ursprünglichen Erbauungszeit der Kirche im 13. Jahrhundert. Nach 1441 kam dann auch der große, im gotischen Stil errichtete Südturm hinzu. Die Ende des 15. Jahrhundert im gotischen Stil umgebaute Kirche wurde nach dem Brand auch wieder überwiegend im neugotischen Stil vervollständigt. Das Glockengeläute befindet sich heute ausschließlich im großen Südturm. Dort hängen heute sieben Bronzeglocken. Eine Glocke stammt noch aus dem 16. Jahrhundert und wurde im Jahr 1960 mit 6 Glocken ergänzt, welche von Friedrich Wilhelm Schilling in Heidelberg gegossen wurden. Die Glocken hängen allesamt in einem Stahlglockenstuhl an Stahljochen und schallen mit beeindruckender Lautstärke aus den offenen Turmschallfenstern hinaus. Nicht selten hört man, dass dieses Geläute eines der klangvollsten und schönsten Geläute der ganzen Schweiz sei, in jedem Falle ist es ein sehr beeindruckendes und tolles Geläute, wofür es sich auch lohnt, mal in die Schweiz zu fahren. GLOCKENDATEN: Glocke 1: Dreifaltigkeitsglocke, as°, F. W. Schilling/Heidelberg 1960, 6040 kg Glocke 2: Heilig-Kreuz-Glocke, b°, F. W. Schilling/Heidelberg 1960, 3900 kg Glocke 3: Marienglocke, des‘, Hans I. Füssli/Zürich 1537, ca. 2100 kg Glocke 4: Johannesglocke, es‘, F. W. Schilling/Heidelberg 1960, 1562 kg Glocke 5: Bruder-Klaus-Glocke, f‘, F. W. Schilling/Heidelberg 1960, 1081 kg Glocke 6: Schutzengelglocke, as‘, F. W. Schilling/Heidelberg 1960, 740 kg Glocke 7: Josefsglocke, b‘, F. W. Schilling/Heidelberg 1960, 513 kg Diese Aufnahme entstand samstags zum Sonntagseinläuten um 15 Uhr. Zunächst ist der Stundenschlag des benachbarten Schlossturmes zu hören (Viertelstunde fis" ais", volle Stunde e"), anschließend erklingt das Plenum für 5 Minuten. Ich bedanke mich ganz herzlich bei @NicoShelly und Clara Goonert für den tollen gemeinsamen Tag!

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