We make U Ultra | Ist eine Distanz von 240 Kilometer ein geeigneter Einstieg in das Ultralaufen?
Gemeinsam 240 Kilometer in 4 Tagen. We make U Ultra – ein neues Format für Ultralauf-Novizen Als Silke mich auf Floh und sein Event-Format „We make U Ultra" aufmerksam machte, war ich schnell dabei – nicht nur als Läufer, sondern besonders als laufender Videograph und Ultralauf-Geschichtenerzähler. Mich fesselte sofort die Frage: Kann eine Distanz von 240 Kilometern wirklich ein geeigneter Einstieg in das Ultralaufen sein? Floh hatte die Idee zu diesem Format aus seinen Spendenläufen geboren. Immer wieder hatte er erlebt, wie Menschen an seiner Seite weite Distanzen liefen und im Rückblick selbst nicht fassen konnten, welch außergewöhnliche Leistung in ihnen steckte. Daraus entstand die erste Ausgabe von „We make U Ultra": Den HW7 von Loch nach Friedrichshafen,durch die Schwäbische Alb bis an den Bodensee mit 240 Kilometer in vier aufeinanderfolgenden Tagesetappen zu laufen. Kein Wettkampf. Kein Cutoff. Einfach nur laufen. Alle 15 Kilometer eine Versorgungsstation. Jederzeit die Möglichkeit auszusteigen – oder wieder einzusteigen. Unsere Gruppe war bunt zusammengewürfelt: Silke, die ich von früheren Veranstaltungen kannte, hatte bereits zehn Jahre Erfahrung mit Ultratrails. Katrin, Robin, Dennis und Dirk hatten schon einmal Ultradistanzen oder mehrtägige Etappenläufe absolviert. Bianca hatte zwar schon viel Ausdauersport in ihrem Leben gemacht, gab jedoch an "eigentlich gar keine Ultralauferfahrung" mitzubringen. Und Stefan – ehemaliger Hockeyspieler und Bergmann, dessen längste jemals gelaufene Strecke gerade mal 35 Kilometer war. Für ihn war der erste Tag bereits ein Rekord, der zweite ein kleines Wunder und der dritte ein Ausdruck starken Willens. Die Strecke forderte auf ihre eigene Art. Nicht alpines Gelände und technische Pfade stellten die Herausforderung dar, sondern etwas Subtileres: endlose Feld- und Forstwege, auf denen der Schweinehund sich laut zu Wort meldete, Etappen, bei denen man den Weg noch am fernen Horizont sehen konnte – und sich schlichtweg wünschte, einfach mal weniger Weitblick zu haben. Magenbeschwerden, Blasen im Schuh, krampfende Oberschenkel: Wir alle hatten auf der Strecke mit irgendetwas zu kämpfen. Man redet. Man lacht. Man hält durch. Man trägt sich gegenseitig – und manchmal ist es ausgerechnet der Rookie, der den erfahrenen Ultra-Läufer daran erinnert, warum und wie man sich eigentlich "Ultra" macht. Als wir nach vier Tagen – alle acht, ohne Ausnahme – am Bodensee ankamen, war nicht nur das Versprechen es Event-Formats eingelöst. Es war noch mehr passiert: Der Ultra-Virus hatte zugeschlagen. Nur drei Tage nach dem Lauf meldeten sich Bianca und Stefan für ihren ersten 100-Kilometer-Ultratrail in den Alpen an. Als Filmemacher war das gemeinsame Abenteuer eine bewegende Geschichte über die Entwicklung zum Ultraläufer – und einer der schönsten Belege dafür, was passiert, wenn man Menschen den richtigen Rahmen gibt und sie einfach über sich hinauswachsen lässt. Für mich als Läufer war es zudem das perfekte Trainingscamp für meine Vorbereitung auf den Ultra-Trail du Mont-Blanc. Und ich fand wieder mal die besondere Art der zwischenmenschlichen Begegnungen beim faszinierenden Sport des Ultralaufen wirklich bereichernd. Vielen Dank für die gute Zeit mit euch allen! Die Filme von Maratom.TV dokumentieren nicht nur außergewöhnliche Leistungen im Sport, sondern authentische Geschichten körperlicher und geistiger Transformation. #WeMakeYouUltra #ultrarunning #RunningMovie #Trailrunning #Beomingultra

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