ERKRATH [D] - röm. kath. Pfarrkirche St.Johannes der Täufer - derzeitiges Vollgeläute

Es läuten die zwei kleinen Glocken der Pfarrkirche St.Johannes der Täufer zu Erkrath. Genaue Daten über Beginn und Dauer des Kirchbaus sowie den Bauherrn sind unbekannt. Es wird vermutet, dass die Initiative zum Bau der Kirche vom Stift Kaiserswerth oder vom Stift Gerresheimausging. Der Kernbau der Kirche (Westturm, Langhaus, Chorquadrat mit Apsis) wurde vermutlich in der 2. Hälfte des 12. Jahrhunderts errichtet. Schon dieser Bau war deutlich größer als die Kirchen in der Region. Das Patronat über die Kirche übten die Herren von Haus Unterbach aus, die auch in der Kirche begraben wurden. Im 14. Jahrhundert wurden Mittelschiff und Turmhalle mit Kreuzrippengewölbenausgestattet. 1700 erhielt der Turm ein neues Portal und einen geschweiften Barockhelm. Nach einer Restaurierung 1883 durch den Architekten Füßhaus machte das darauf folgende Wachstum des Ortes und der Gemeinde eine Erweiterung erforderlich. 1901/02 wurde der einfache, mittelalterliche Chor abgerissen und durch einen geräumigen, historisierendenneuromanischen über die neue Vierungherausgeschobenen Chor und ein zusätzliches Querhaus samt Sakristei ersetzt. Architekt war der Kölner Dombaumeister Heinrich Renard. Aufgrund eines defekten Motors konnte das Plenum seit einigen Jahren nicht geläutet werden. Dieser Zustand wird sich auch in der nächsten Zeit auch nicht ändern. Glockendaten: 1.Marienglocke Schlagton : dis' +3 Gießer : Hermann van Alfter Gussjahr : 1454 Gewicht : 1.000 kg Durchmesser: 1.203 mm 2.Johannesglocke Schlagton : e' ±0 Gießer : Johann Peter Edel, Straßburg Gussjahr : 1708 Gewicht : 920 kg Durchmesser: 1.181 mm 3.Sebastianusglocke Schlagton : fis' -6 Gießer : Johannes Bourlet, Jülich Gussjahr : 1678 Gewicht : 580 kg Durchmesser: 1.030 mm Motiv: „Deinem Heiland“ Herzlichen Dank an den Aushilfsküster, welcher die Läutezeit verdoppelte.