KIRCHENTHUMBACH (NEW), Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt - Vollgeläut
Tonfolge: e¹-g¹-a¹-c² Die Glocken wurden ursprünglich im Jahr 1950 vom Bochumer Verein für Gussstahlfabrikation gegossen und gehören zu den ersten Exemplaren in der damals neuen V7-Rippe. 1953 wurde die kleinste durch einen Neuguss ersetzt. - - Die Gemeinde Kirchenthumbach liegt im Naturpark Fränkische Schweiz – Frankenjura und grenzt an Mittel- und Oberfranken an. Eine Kirche wird im Jahr 1174 erstmals erwähnt. Sie erfuhr im Lauf der Geschichte zahlreiche Veränderungen, bis schließlich ein großer Ortsbrand das Gotteshaus zerstörte. Ein neuromanischer Nachfolgebau wurde bis 1874 errichtet. Ohne wirklichen Grund wurde diese Kirche Anfang der 1970er-Jahre abgerissen und durch den heutigen, modernen Neubau ersetzt. Die Pläne hierfür lieferten die Regensburger Architekten Hans Becker und Josef Lorenz. Die Innenmauern bestehen aus dezent strukturiert gemauerten Klinkersteinen, die geschlämmt und weiß gefasst wurden. Die Decke ist mit Holz verkleidet. Auf der Basis eines kreuzförmigen Grundrisses mit konisch verlaufenden Kreuzarmen wurde ein Zentralraum geschaffen, der der neu ausgerichteten Liturgie entsprach und auch heute noch überzeugt. Der Boden aus Jura Marmor hat zum Altar hin ein Gefälle, das eine gute Sicht ermöglicht. An der Südseite befindet sich der Sakristeianbau. Auf dem im Zuge der Sanierung des Marktes 2010/2011 neu entstandenen Kirchplatz, der sich durch seine gewaltige Treppenanlage zum Markt hin öffnet, steht an der Westfassade der Pfarrkirche seit 1974 eine um einen Sockel aus Beton erhöhte barocke Muttergottesstatue („Frauenbild“) aus dem Jahr 1719, die 1984 renoviert wurde. Ebenfalls von Bedeutung für das pfarrliche Leben ist die jährliche Wallfahrt nach Gößweinstein, die erstmals im Jahre 1654 erwähnt wird. Sie findet am Dreifaltigkeitssonntag statt. Altar, Ambo, Taufstein, Sedilien, Kredenz, Apostelleuchter, Konsolen und Weihwasserbecken aus Kelheimer Auerkalkstein wurden von dem Bildhauer Hans Wurmer in Hausen bei Kelheim geschaffen. Auf dem Taufstein befindet sich ein Bronzedeckel mit seinem zerklüfteten, das Chaos andeutenden Kreuz, das ein Bergkristall als Zeichen des in der Taufe neu geschenkten Lebens krönt. Die ebenso von ihm entworfene Tabernakelstele aus Auerkalkstein mit goldenem Band trägt den Tabernakel aus zaponierter Bronze mit einem Bergkristall und links und rechts jeweils einen dreiarmigen Bronzeleuchter. Auf der Vorderseite des Altars sind reliefartig ein Kreuz, zwei Tauben und die eucharistischen Symbole Trauben und Ähren zu erkennen. Die kupferbeschlagenen Kirchentüren von Hans Wurmer zeigen in abstrakter Form die vier Elemente Erde, Wasser, Luft und Feuer. Die beeindruckenden Kirchenfenster entwarf der Kunstmaler Erich Horndasch aus Stammham bei Marktl. Die Glaserarbeiten wurden von der Firma Ludwig Höller, Eschenbach, ausgeführt. Das Bildprogramm bezieht sich auf Maria und ihre Stellung im Heilsplan Gottes. Das Fenster in der Altarwand ist in den Farben Mariens gehalten: Im marianischen Blau durchscheint transzendent Christus als aufgehende Sonne in höchster Strahlkraft gelber und roter Farben. Im Nordfenster sind in zwei Medaillons die Verkündigung der frohen Botschaft an Maria und die Geburt Christi auf dem Untergrund der Wurzel Jesse dargestellt. Das Fenster auf der Südseite zeigt die schmerzhafte Muttergottes im Schatten des Kreuzes. Doch leuchten hinter ihr bereits die strahlenden Zeichen der Auferstehung auf. Als Braut des Heiligen Geistes wird Maria im Westfenster gezeigt. Am Pfingsttag erschien der Geist Gottes in Sturm und Feuerzungen über Maria und den Jüngern und sendete sie hinaus in die Welt. An den Wänden befinden sich die vier Evangelisten und über dem Altar eine Kreuzigungsgruppe, die aus der Vorgängerkirche stammen. Die Muttergottesstatue (Kopie einer gotischen Statue im Kloster Plankstetten) wurde 1977 geschaffen. 2004 wurde die neue Statue des Hl. Josef aufgestellt. Schließlich erfolgte 2013 die Wiederaufstellung der Christkönigsfigur, gefertigt 1935 von Bildhauer Max Roider aus Regensburg, die bereits in der alten Pfarrkirche stand. Der Kreuzweg des Kölner Künstlers Egino Günter Weinert mit seinen 15 Stationen – die 15. Station zeigt die Auferstehung – kam 1977 in die Kirche. Die Bildmotive sind farbig in Emaille gebrannt und von einem Bronzerahmen umgeben. Die ersten 13 Stationen durchzieht ein grünes Band, das die Hoffnung auf Erlösung symbolisieren soll. (Quellen: www.wikipedia.de und https://www.pfarreikirchenthumbach.de...) - - Fotos und Tonaufnahme: unteroktav

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