ymir - Ymir

Lyric: [Intro] Ich war, bevor der Frost einen Namen trug bevor das Dunkel Augen bekam bevor der erste Stern im leeren Becken hing aus Ginnungagap stieg mein stiller Atem [Verse 1] Ich stehe nicht auf Thronen ich bin der Grund darunter ein altes Gewicht im Schlaf der Welt in meinen Rippen wohnen Winter und Wunder Eis zog an mir vorbei wie ein Gebet und ich hielt es, ohne es zu fassen dann wurde aus Stille ein Strom und aus meinem Schweigen wurden Straßen Die Berge tragen meine Knochen die Moore mein langsames Blut in jedem Stein schläft mein Echo in jedem Wind ein uralter Mut Ich bin kein Herr über Morgen kein Gott mit glänzendem Gesicht ich bin das erste Halten wenn alles noch formlos spricht [Chorus] (Hhhh... hhhh...) (ohhh... hmmm...) (hhhh... hhhh...) (mmm... rrrr...) (aaaa... hhhh...) (hhhh... hhhh...) (ohhh... hmmm...) [Verse 2] Die Wurzeln trinken mein Geheimnis tief dort, wo die Erde schläft unter Moos und dunklen Gängen wo die Zeit nur tastend lebt Yggdrasils Atem kennt mich in seinem Leib bin ich Strom er hebt die Welten wie Äste und ich bin der Saft in ihrem Grund Raben ziehen Kreise im Himmel und tragen die Leere zurück der Nebel legt sich auf Felsen als hätte die Nacht Gewicht Ich fiel nicht fort in Vergessen ich ging nur in Formen auf ein Leib aus Schnee und Quellen ein leises, unendliches Blau [Verse 3] Wenn Feuer die Rinde berührt wird Asche nicht das Ende sein sie fällt wie eine dunkle Saat und nährt das kommende Sein Denn Ordnung liebt einen Rand doch Wildnis kennt keinen Zaun beides wächst aus demselben Schweigen beides atmet aus einem Raum Die Winter sind keine Strafe sie öffnen dem Samen die Haut die Nacht ist nicht leer sie macht den Sternen ihr Haus Und wenn das Tal sich erinnert dann hört es mich unter dem Stein als Puls im gefrorenen Boden als erstes und letztes Gebein [Chorus] (Hhhh... hhhh...) (ohhh... hmmm...) (hhhh... hhhh...) (mmm... rrrr...) (aaaa... hhhh...) (hhhh... hhhh...) (ohhh... hmmm...) [Verse 4] Menschen bauen aus Licht und Namen und vergessen den Grund im Schlamm doch jeder Herzschlag trägt ein Alter das älter ist als der erste Stamm In jeder Ader ein fernes Flüstern aus einem Raum vor dem Tag in jedem Atem ein uraltes Kommen das nie ganz bei sich lag Wenn ihr mich nicht nennt in der Stille verliert ihr nicht meinen Blick ihr verneint nur die Quellen die tragen, dass Leben entsteht und glückt Ein Baum fällt nicht, weil man ihn richtet er fällt, wenn die Wurzel verlässt so trägt euch das Unsichtbare bis es euch wieder entlässt [Verse 5] Ich bin in den Furchen der Felder im Salz an der Küste, im Stein im schwarzen Spiegel der Seen im Schaum, im Frost, im Gebein Ich bin in den Pferden der Träume im Moos, das die Gräber bedeckt im Rauch, der am Himmel verweilt wenn der Morgen die Hütte weckt Nichts bleibt getrennt von seinem Ursprung kein Blut, kein Berg, kein Gesicht was sich erhebt, trägt die Tiefe was sinkt, verliert sie nicht Denn alles kehrt heim ohne Eile in den Schoß, aus dem es entstand nicht als Ende nur als Kreis nur als Hand in der anderen Hand [Final Chorus] (Hhhh... hhhh...) (ohhh... hmmm...) (hhhh... hhhh...) (mmm... rrrr...) (aaaa... hhhh...) (hhhh... hhhh...) (ohhh... hmmm...) [Outro] So spreche ich nicht aus Zorn nicht