ymir - Nornir

Lyric: ntro] Unter der Wurzel unter dem Schlaf des Holzes unter dem Wasser, das nie denselben Namen trägt sitzt das Gedächtnis still wie Stein wach wie Moos Drei Blicke ein Faden drei Zeiten ein Zug im Dunkel und über uns Yggdrasil [Verse 1] Ich bin Urd ich trage die frühe Kälte im Mund alte Namen hängen an mir wie Rinde an schwarzem Kern ich sehe sie nicht fallen ich sehe sie bleiben Im Brunnen liegt das Vorherige nicht tot nur tief ein Kreis aus Echo ein Salz aus vergessenen Stunden ein Haar von gestern auf nassem Stein Ich gehe durch Wälder, die sich erinnern jeder Stamm ein Zeuge jede Narbe ein Tor unter den Wurzeln schlafen Fußspuren die niemand mehr spricht Die Erde ist schwer von Gewesenem schwer von Händen von Schwüren von Blicken über Feuer ich fasse nichts an doch alles trägt meine Spur Raben kreisen Namen in die Luft und lassen sie wieder sinken in die Brunnenhaut in das Moos in das schweigende Fleisch der Zeit [Chorus] Hrmm ahh hrmm ohh [Chorus] Hrmm ahh hrmm ohh [Verse 2] Ich bin Verdandi jetzt genau jetzt der Atem an der Lippe der Welt Regen trifft auf Rinde und die Rinde antwortet mit dunklem Glanz ein Herz schlägt nah nah genug, um es zu kennen Ein Schritt noch einer feuchte Erde unter der Sohle der Schatten der Blätter wandert über nackte Finger über den Nacken der Stunde Stille sitzt zwischen zwei Tropfen und hält sich wie ein Tier im Farn Wasser zieht am Stein entlang kühl klar unaufhörlich gegenwärtig Ich sehe das Leben im Kleinsten im Zittern des Grases im Druck des Mooses im Atem eines Mundes der nichts sagt und doch alles trägt Hier ist kein gestern kein fernes Morgen nur das Dasein das gerade entsteht in der Hand des Windes im Puls der Wurzel im offenen Ohr der Nacht [Chorus] Hrmm ahh hrmm ohh [Chorus] Hrmm ahh hrmm ohh [Verse 3] Ich bin Skuld ich stehe im Nebel wo Wege noch nicht gezeichnet sind Möglichkeiten treiben wie Samen durch kalte Luft sie berühren keinen Boden und tragen doch schon Form Über mir ein Stern, der sich nicht erklärt nur glänzt nur schweigt nur wartet, bis jemand hinsieht Ich höre das Ungeborene in der Höhlung eines Astes im feinen Zug der Dunkelheit im Atem vor dem ersten Wort in der Pause vor dem Fall Nicht als Antwort nicht als Urteil nur als Schimmer nur als Ferne nur als Pfad, der sich vielleicht erinnert wenn Fuß und Wind denselben Namen tragen Der Nebel hält seine Hände offen die Asche lernt wieder Schweben und etwas Unsichtbares zieht Fäden durch das Offene durch das Noch-Nicht [Chorus] Hrmm ahh hrmm ohh [Chorus] Hrmm ahh hrmm ohh [Verse 4] Und nun wir nicht drei nicht getrennt nur die eine Stimme in drei Strömen der Zeit Urd im Gewicht des Grundes Verdandi im brennenden Jetzt Skuld im leisen Rand des Werdens ein Kreis aus Atem ein Strom aus Stein ein Licht, das nie beginnt und nie endet Der Brunnen spricht in uns der Baum atmet durch uns die Wurzel kennt den Himmelsrand und der Himmel sinkt wie Wasser in den dunklen Mund der Erde Alles, was war ist und vielleicht sein wird liegt im selben Faden derselbe Zug dasselbe Schweigen dasselbe Gewebe Der Hörer steht darunter und spürt wie sein Name nicht zerfällt sondern sich einwebt in Moos in Wind