Ludwigsburg (DE - BW) Glocken der Friedenskirche

Die heutige katholische Dreieinigkeitskirche wurde ursprünglich als Garnisonkirche von beiden Konfessionen genutzt. Nachdem diese für die evangelische Kirchgemeinde um 1900 zu klein wurde, wurde sie den Katholiken überlassen und man wollte eine eigene Kirche bauen. Durch den Münchner Architekten Friedrich von Thiersch wurde ab 1900 mit dem Bau der neuen grossen Garnisonkirche begonnen. Dieser konnte 1903 abgeschlossen werden. Die imposante Kirche bot nun 1700 Gottesdienstbesuchern Platz. Der Turm selber ist eindrückliche 66.8m hoch. Nach dem 1. Weltkrieg im Jahr 1920 wurde die Garnisonsgemeinde aufgelöst, die Kirche diente nun sowohl militärischen als auch bürgerlichen Gottesdiensten. Schliesslich wurde 1947 die Garnisonkirche in Friedenskirche umbenannt und diente fortan nur noch bürgerlichen Gottesdiensten. Das ursprüngliche Geläute bestand aus 3 Glocken in den Tönen a° c' e'. Nach den Kriegen wurde ein neues 3-stimmiges Geläute gegossen, welches um eine Leihglocke ergänzt wurde. Die neuen Glocken wurden von Kurtz in Stuttgart gegossen, die Leihglocke stammt aus Danzig. Aufgrund mehrfacher statischer Probleme und folgender Sanierungen des Turmes wurde die Danziger Glocke verlangsamt und Glocke 3 erhielt ein Gegengewicht. Daten zum Geläute: Disposition: b° d' f' g' Glocke 1 Sonntagsglocke Ton: b⁰ Gewicht: ca. 3'105 kg Durchmesser: 1'759 mm Gussjahr: 1958 von Glockengießerei Kurtz, Stuttgart Glocke 2 Riesenburgglocke Ton: d¹ Gewicht: ca. 1'810 kg Durchmesser: 1'476 mm Gussjahr: 1724 von Michael Wittwerck, Danzig Glocke 3 Taufglocke Ton: f¹ Gewicht: ca. 880 kg Durchmesser: 1'169 mm Gussjahr: 1958 von Glockengießerei Kurtz, Stuttgart Glocke 4 Betglocke Ton: g¹ Gewicht: ca. 740 kg Durchmesser: 1'103 mm Gussjahr: 1958 von Glockengießerei Kurtz, Stuttgart Ein herzlicher Dank geht an den Pfarrer für die Aufnahmeerlaubnis und den Mesner für das Öffnen des Turmes.