Renaissance-Humanismus (Humanismus 4/9)

Renaissance-Humanismus: Zurück zu den Quellen In der vierten Folge unserer Reihe über den Humanismus geht es um die große Bildungsbewegung der Renaissance: den Renaissance-Humanismus. Im Mittelpunkt steht der Ruf ad fontes — zurück zu den Quellen. Die Humanisten wollten die antiken Texte nicht nur aus zweiter Hand kennen, sondern sie in ihren Originalsprachen lesen, prüfen, übersetzen und neu verstehen. Mit dem Fall Konstantinopels, der Wiedergewinnung griechischer Handschriften und der Erfindung des Buchdrucks entstand eine neue europäische Gelehrtenkultur. Der Vortrag von Dr. Hans G. Müsse beginnt mit Pico della Mirandola und seinem berühmten Bild vom Menschen als Bildhauer seiner selbst. Die Würde des Menschen liegt darin, dass er nicht einfach festgelegt ist, sondern sich bilden, entscheiden und über sich hinauswachsen kann. Besonders wichtig ist Erasmus von Rotterdam: seine Verbindung von Antike und Christentum, seine philologische Arbeit am Neuen Testament, seine Verteidigung des freien Willens und sein Ideal der civilitas — einer Höflichkeit, die äußere Form und innere Menschlichkeit verbindet. So zeigt der Renaissance-Humanismus: Bildung ist Rückkehr zu den Quellen, aber nicht Flucht in die Vergangenheit. Sie dient der Erneuerung der Gegenwart. Reihe: Humanismus – Geschichte, Krise und Gegenwart Folge 4/9: Renaissance-Humanismus – Zurück zu den Quellen #Humanismus #RenaissanceHumanismus #Renaissance #AdFontes #Erasmus #ErasmusVonRotterdam #PicoDellaMirandola #Menschenwürde #WürdeDesMenschen #Philologie #Buchdruck #RespublicaLiteraria #Civilitas #Bildung #Humanität #Antike #Christentum #FreierWille #Geistesgeschichte #Kulturgeschichte #Philosophie #EuropäischeGeistesgeschichte #WasIstDerMensch