Vera King: Phantasmen der Grandiosität im neuen Autoritarismus

Vortrag von Prof. Dr. Vera King (Professorin für Soziologie und psychoanalytische Sozialpsychologie Goethe-Universität und Direktorin des Sigmund-Freud-Instituts in Frankfurt am Main) im Rahmen der 59. Römerberggespräche "Das Prinzip Donald Trump und die Verrohung der Welt" am 18. April 2026 im Chagallsaal des Schauspiel Frankfurt. Ein neuer Politikstil macht international Karriere. Er ist gekennzeichnet von Vulgarität, Verrohung und erklärter Rechtsfeindschaft. Machtinteressen werden nicht mehr juristisch bemäntelt. Stattdessen wird das angebliche Recht des Stärkeren zur Staatsdoktrin gemacht – innenpolitisch wie außenpolitisch. Treibende Kraft hinter dieser Verrohung der politischen Sitten ist ein US-Präsident, der nicht nur die amerikanische Gesellschaft und Kultur, sondern auch die globale Ordnung nach seinen Vorstellungen und Interessen umgestaltet – und sich dabei immer unverhohlener als Monarch oder Cäsar geriert. Inzwischen imitieren auch andere internationale Politiker dieses autokratische Erfolgsmodell. Die Römerberggespräche wollen diesen Politikstil verstehen. Was bedeuten solche Selbstinszenierungen, worauf gründen sie, und warum stoßen sie teilweise sogar auf Anklang bei den Wählern? Was kann dieser rücksichtslosen Selbstherrlichkeit noch entgegengesetzt werden, oder ist die neue Realität jene alte, in der „die Starken tun, was sie wollen, und die Schwachen ertragen, was sie müssen“ (Thukydides)? Weitere Informationen unter: https://normativeorders.net/veranstal... https://roemerberggespraeche-ffm.de/h... #trump #Weltordnung #Macht #Politik #Politikstil