Amatschonjoch - via Lorenzatäli
Amatschonjoch - ich komme 🙂 Gestern war es soweit, ich wollte meinen WildPass ausnützen. Es ging ins Brandnertal. Als ich bei der Autobahn die Abzweigung Brandnertal nahm und kurz danach die Infotafeln über die geöffneten Bergbahnen erschienen, rutschte mein Herz kurz in die Hose 🙂. Die Palüdbahn war als einzige mit einem roten Kreuz versehen. Denn mein ursprünglicher Plan war es, mit der Palüdbahn hochzufahren und von dort aus das Amatschonjoch zu bewandern. Die Bahn startet erst - nach Recherche herausgefunden - am 19. Juni in den Sommerbetrieb. Also sollte es die Dorfbahn sein. Ich fand dort um 10 Uhr, samstags im Juni, auch problemlos einen Parkplatz. Gemütlich ging es mit der 8er Gondel über 400 hm hinauf. Ich war noch unschlüssig, ob die Panoramabahn für die Weiterfahrt nehmen sollte und Richtung Alpilakopf wandern sollte oder ob ich nicht doch zum Amatschonjoch hinauf wollte und sein mein ursprüngliches Ziel in Angriff nehmen. Ich war wirklich sehr unschlüssig. .... Mein erster Plan siegte und los gings. Zunächst den Barfußweg hinauf zu einem See und von dort aus war das Amatschonjoch auch schon ausgeschildert. Ich wählte den Trail über das Lorenzatäli - was für ein schöner Name. Das ist wirklich ein sehr uriges Tal, zunächst auf breitem Pfad und dann steiler werden, entwickelte sich der Trail zu einem Bergwanderweg mit unterschiedlichem Untergrund, felsig, erdig, schottrig ... nach dem Regen jedoch relativ gut angetrocknet. Rechterhand begleitet einen die Fundelkopfgruppe, zu der ich immer wieder hinaufschaue. Weiter oben ist auch schon die Glattjochbahn zu sehen, unter der ich irgendwo durchmuss. Das letzte Stück vor dem Plateau führt in Serpentinen hoch. Oben angekommen sieht man auch schon das Joch, bzw. ich vermutetee es dort, da ich noch nie davor oben war. Es ging über viele viele mit Gittern gegen Rutschen versehene Holzbalken durch das hochmoorige Gelände mit Blick auf die Palüd Alpe. Muss wunderbar für Skitourengeher sein. Von Weitem erspähte ich eine kleine Hütte. Der Aufstieg über das Lorenzatäli hatte mich etwas geschlaucht und ich überlegte erst kurz, ob ich überhaupt noch zum Joch hochsollte. Der Ehrgeiz siegte und dann stand ich schließlich oben. Es waren ab der Bergstation der Dorfbahn ca. 670 hm und knapp unter 6 km. Es wehte eine sehr kühle Brise und so konnte ich den Aufstiegsweg zum Fundelkopf zumindest vom Weitem ausmachen. Vom Joch aus hätte man noch in 1,5 h zur Setchaalpe wandern können mit unterschiedlichen Fortsetzungen. Vom Joch aus sah ich hinüber ins Liechtensteiner Gebirge. Am Joch verweilte ich nur kurz, der Wind fuhr mir in die Knochen. Den Abstieg wählte ich über die Innerpalüdalpe. Der untere Teil des Weges entpuppte isch als sagenhaft idyllisch mit direktem Bach daneben, vielen blühenden Blumen und dem urigen Pfad, der zu meiner Linken mit Latschen gesäumt war. Bei der Innerpalüdalpe überlegte ich kurz zur Dorfbahn zurückzuwandern, aber als ich den Anstieg sah, hatte ich dazu keine Lust mehr. Ich entschloss mich dazu, zum Melkboden abzusteigen und dann nach Brand Innerthal. Ich hoffte, den Bus zur Dorfbahn zu erreichen. Es wurden einge Höhenmeter im Abstieg und ich kam am Palüdmaisäß vorbei, ohne auf einen erhofften Brunnen mit Quellwasser zu treffen. Also weiter ins Tal und dort ließ ich den angekündigten Bus sausen, da ich nicht 15 Minuten in der Sonne warten wollte. Ich fand einen Dorfbrunnen gegenüber der Kirche und kaufte mir eine Schale frischer Erdbeeren bei Sparmarkt, der noch offen hatte. Mit Vergnügen füllte ich meinen leeren Zuckerspeicher wieder auf. Es kamen doch einige hm und km zusammen: 670 hm im Aufstieg, 1000 hm im Abstieg, 14 km. #amatschonjoch #brandnertal #vorarlberg #enjoythenatureoftheworld #palüdalpe #lorenzatäli #lorenzital #glattjochbahn

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