Steinkirchen (ED) Teilgeläut der Pfarrkirche St. Johannes

Steinkirchen liegt im sogenannten Holzland, dem nordöstlichen Teil des Erdinger Landkreises. Die Pfarrkirche ist den heiligen Johannes Baptist und Evangelist geweiht. Ihr jetziger Bau datiert aus der 2. Hälfte des 15. Jahrhunderts und lässt dies trotz barocker Veränderungen auch am unverputzten Äußeren erkennen. Im Innenraum wurden die Gewölberippen entfernt, jedoch kein Stuck aufgebracht. Nur die Ausstattung aus Barock und Rokoko steuert die für die Region typische festliche Note bei, wobei am Hochaltar (von Matthias Fackler) Statuen von Christian Jorhan zu nennen sind und die älteren Seitenaltäre (1738) Hauptbilder von Lorenz Schalk enthalten, wovon besonders das linke vorzüglich ist. Die Deckenfresken mit gemalten Rocaille-Kartuschen steuerte Hans Kögl 1905 bei, der auch hier seine hohe künstlerische Begabung unter Beweis stellte. In Steinkirchen wurde schon 1990 ein Eisengeläut ersetzt, während es in Nachbarorten (Burgharting, Kirchberg) bis heute solche gibt. Das neue Geläut von 1990 wurde von Bachert in Kochendorf gegossen und hat die Tonfolge dis' - fis' - gis' - h' (Parsifal-Motiv). Zum Festgottesdienst für Dreifaltigkeit (am Vorabend) läuteten hier 2023 nur die Glocken 2 und 3, was bei weitem nicht den Erwartungen entspricht. Man kann aber feststellen, dass es sich um qualitätvolle, kantable Stücke handelt.