Harzer Schmalspurbahnen/Interessengemeinschaft HSB e.V. - Kristallexpress (04.02.2012) Teil 2/10

Am 04.02.2012 fand eine Sonderfahrt der Interessengemeinschaft Harzer Schmalspurbahnen e.V. (IG HSB e.V.)unter dem Namen "Kristallexpress" von Nordhausen zum Brocken und zurück statt. Dafür wurde ein spezieller Traditionszug zusammengestellt, dieser bestand aus/war so zusammengesetzt: Dampflok 99 6101 (Baujahr 1914) Salonwagen 900 -- 457 Historischer Personenwagen 900 -- 461 Historischer Personenwagen 900 - 485 (Baujahr 1926) Historischer Gepäck -/Personalwagen 904 - 153 Um 08:44 Uhr startete der Sonderzug aus Nordhausen, hier stiegen auch die meisten Fahrgäste ein. Dann gab es noch einen kurzen Halt in "Nordhausen - Altentor", "Nordhausen - Krimderode", "Niedersachswerfen" und in "Ilfeld", damit weitere Fahrgäste einsteigen konnten. Danach gab es keinen weiteren Halt, um Fahrgäste einsteigen zu lassen. Den nächsten Halt gab es erst in Eisfelder Talmühle, wo die kleine Pfiffi, wie sie auch liebevoll von der IG HSB e.V. genannt wird, Wasser tankte. Hier gab es auch eine Begegnung mit einem Triebwagenersatzzug, der aus einer Diesellok „Harzkamel" (Baureihe 199.8; umgespurte V100) bespannt mit zwei Personenwagen bestand. Dieser fuhr dann auch schon bald in Richtung Wernigerode ab. Nach etwa 15 Minuten wurde auch unsere Fahrt fortgesetzt. Einen weiteren Halt, allerdings einen unplanmäßigen, gab es in Benneckenstein, da offensichtlich ein Leitungsrohr zugefroren war und das erst wieder enteist werden musste. Dies geschah mit Hilfe von Fackeln und des Wagenpersonals. Nach etwa 10 Minuten konnte dann die Fahrt fortgesetzt werden. In Drei Annen - Hohne wurde die Lok mit neuen Kohlen versorgt, fasste wieder Wasser und setzt an das andere Ende des Zuges um, damit der Traditionszug auch in die richtige Richtung und somit Richtung Brocken fährt. Kurz hinter Drei Annen - Hohne beginnt auch schon die Brockenspirale. Dies ist sowohl für Lok, als auch für Lokführer und Heizer der schwierigste und anstrengendste Streckenabschnitt, wegen der hohen Steigung. In Schierke hat man dann auf der dortigen Ausweiche einen Planzug, der vom Brocken kommt, durchgelassen, bevor der endgültig letzte Streckenabschnitt der Brockenspirale befahren wurde. Um 12:22 sollte der Sonderzug den Brockenbahnhof erreichen, allerdings kam dieser aufgrund einiger unplanmäßiger Aufenthalte erst 12:55 Uhr an der Spitze des Harzes an. Somit wurde der Aufenthalt auf dem Brocken verkürzt. 15:11 Uhr begann die 99 6101 mit ihren Traditionswagen die Rückfahrt nach Nordhausen. Wieder wurde in Drei Annen - Hohne Wasser gefasst und umgekoppelt. Auch in Eisfelder Talmühle gab es hier einen Halt, wo Pfiffi wieder "getrunken" hat. Kurz, bevor der Lokführer den Zug aus dem Bahnhof ausgefahren hatte, bemerkte er, dass er seinen Schlüssel an der Wassersäule vergessen hat. Nach einem kurzen Sprint zur Wassersäule und (nun mit seinem Schlüssel) zurück zur Dampflok, konnte die Fahrt Richtung Nordhausen fortgesetzt werden. In Ilfeld stiegen dann schon die ersten Fahrgäste aus, die letzten, auch die meisten, in Nordhausen. Der Zug kam statt der geplanten 18:11 Uhr, um 18: 25 Uhr an, also keine große Verspätung. Nach einem anstrengenden, aber sehr schönen Tag haben nun Lok und Lokführer Dienstende. Zu diesem Video: Pfiffi 99 6101 fährt mit dem Kristallexpress aus dem Bahnhof "Nordhausen Nord" aus, am Bahnbetriebswerk Nordhausen vorbei, hinein in den Harz. An den Zusteigepunkten ("Nordhausen Altentor", "Nordhausen Krimderode", "Niedersachswerfen - Ost", "Ilfeld") steigen noch die letzten Fahrgäste ein. Von Ilfeld bis kurz vor Netzkater (Rabensteiner Stollen) folgen die Schienen dem kleinen Fluss "Beere", der an manchen Stellen vollständig zugefroren ist. Am Bahnhof Netzkater befindet sich das Schaubergwerk "Rabensteiner Stollen", dass auch über eine Grubenbahn verfügt, die auch im Video zu sehen ist. Seit ein paar Jahren kann man mit dieser bis in den Stollen hinein fahren, was bis vor mehreren Jahren noch nicht möglich war. Kurz vor Eisfelder Talmühle endet dieses Video und der Sonderzug hat das "Tor zum Harz" durchfahren und befindet sich nun mittendrin in einem sehr schönen Mittelgebirge im Zentrum Deutschlands. Ständiger Wegbegleiter dieser Fahrt, waren Fotografen am Streckenrand, wie auch gut in diesem Streckenabschnitt zu sehen war. Mehr Informationen zum Rabensteiner Stollen, gibt es hier: http://www.rabensteiner-stollen.de/