Der Körper erinnert sich: Chronische Schmerzen als Trauma-Signal
Chronische Schmerzen und Trauma - Wenn der Körper die Geschichte weitererzählt, die niemand hören wollte Prof. Ashok Riehm www.prof-ashok-riehm.de In diesem Video spreche ich über chronische Schmerzen und wie sie oft ein Ausdruck eines daueraktivierten Schutzsystems sein können, besonders im Kontext von Trauma. Ich erkläre, warum klassische Schmerztherapie oft nicht ausreicht und wie eine integrierte Behandlung bei chronischer Schmerzen aussehen kann. Dabei beleuchte ich auch die gegenseitige Verstärkung von Schmerz und PTBS bzw. kPTSB. Chronische Schmerzen sind häufig nicht „nur“ ein lokales Problem von Muskeln, Gelenken oder Nerven, sondern können Ausdruck eines daueraktivierten Schutzsystems sein. Wenn Sicherheit früh nicht zuverlässig war, lernt das Nervensystem manchmal: Alarm ist Überleben – und Schmerz wird zu einer Form von Alarmkommunikation. Ich bin Prof. Ashok Riehm – und ich möchte mit Ihnen Schritt für Schritt verstehen, warum Adverse Childhood Experiences (ACEs) das Risiko für chronische Schmerzsyndrome erhöhen können, was Begriffe wie zentrale Sensitivierung, Allostatic Load, HPA-Achse/Cortisol-Dysregulation klinisch bedeuten, warum Schmerz und PTBS/kPTBS sich gegenseitig verstärken können, und wie eine integrierte, phasenorientierte Behandlung aussieht – ohne Psychologisierung, ohne Schuld, ohne Überforderung. Dabei geht es mir um Differenzierung: Nicht jeder Mensch mit Trauma entwickelt chronische Schmerzen – und nicht jeder chronische Schmerz ist „traumabedingt“. Seriöse Arbeit bedeutet, beides gleichzeitig zu denken: Biologie und Bedeutung. Nozizeption und Narrativ. Entzündung und Beziehung. Und vor allem: Mechanismus und Funktion – ohne Betroffene zu beschämen. Im Video finden Sie außerdem mehrere Fallbeispiele aus der Praxis (z. B. „Die Schulter, die nie zur Ruhe kommt“, „Der Schmerz als Grenzschutz“, „Wenn Schmerz den Trigger ersetzt“) sowie klare Leitlinien, wie Diagnostik und Therapie traumainformiert gelingen können – einschließlich typischer Fehler (z. B. zu schnelles Tempo, Invalidierung, Entweder-oder-Denken). Wenn Sie betroffen sind: Ihr Schmerz ist real. Und wenn er eine Geschichte trägt, heißt das nicht, dass Sie schuld sind – sondern dass Ihr System einmal sehr klug überlebt hat. Was gelernt wurde, kann sich verändern: durch Stabilisierung, Dosierung, Selbstwirksamkeit und eine Begleitung, die Sie ernst nimmt. Kapitel im Video Chronische Schmerzen & Trauma – warum das zusammenhängt Chronischer Schmerz als eigenes Krankheitsbild (ICD-11 / primärer Schmerz) ACEs, Risiko und die häufigsten Vermittlungswege Neurobiologie: Allostatic Load, Stressachsen, zentrale Sensitivierung Psychodynamik: Wenn Schmerz schützt, was nie gesagt werden durfte PTBS/kPTBS & Schmerz: gegenseitige Verstärkung Diagnostik ohne Psychologisierung Behandlung: phasenorientiert, integriert, würdevoll

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