Durch den Myrtengraben zum Erzkogel, 2026-07-02
Schluchtenwanderungen sind in Zeiten von Hitzewellen erholsam. Der Sonnwendstein (1523 m) bricht nach Südwesten steil ab in einen nach Nordwesten offenen Krater, an dessen südöstlichem Ende der Erzkogel (1504 m) sitzt. Die nordwestliche Öffnung wird von zwei Schluchten gebildet, die westliche ist der Myrtengraben, der Graben nordöstlich davon, der vom Sonnwendstein begrenzt wird, hat keinen Namen. Beide Gräben habe ich bei meinem Gang auf den Erzkogel besucht. Anfahrt: Wien Südautobahn vor Seebenstein verlassen und nach rechts nach Bruck a.d.Mur auf die Semmering-Schnellstraße abbiegen. Diese bei Maria Schutz verlassen und Richtung Semmering abzweigen. Kurz nach der Ortschaft Greis, noch vor der Rechtskurve zur Ortschaft Semmering hinauf, gibt es rechts eine geräumige Ausweiche, auf der man parken kann. Vom Parkplatz bin ich etwa 50 m Richtung Semmering gegangen und dann links in den Wald hinaufgestiegen. Etwa 30 Grad steil kam ich flott auf eine Forststraße, die sich als Wanderweg ausgibt. Der bin ich nach unten gefolgt zu einer Kurve, wo man in den Myrtengraben blicken kann. Um steile Sperren im unteren Teil zu vermeiden habe ich einen kaum sichtbaren aber auf guten Wanderkarten eingezeichneten Wanderweg benutzt, um von der rechten Bergflanke aus in den Myrtengraben zu gelangen. Der Eingang zu diesem Weg, der von der Forststraße etwas weiter oben ausging, war sogar mit drei roten Strichen markiert. Daher erreichte ich den Grabenboden eigentlich erst in der zweiten Hälfte, bis dahin zog sich der Weg am steilen Berghang oft sehr verlegt und verwachsen hin. Leider ist der obere Teil des Grabens stark mit umgestürzten Bäumen verlegt, zuerst versuchte ich Umgehungen, aber auch die Hänge sind verlegt, ein Fichtenmonokultur-Dschungel. Nach vielen Überkletterungen erreichte ich eine alte Forststraße, von hier weg ging es zwar leichter, aber ich habe selten so viele Forststraßen und Wege gequert wie auf meiner Direktroute von hier zum Erzkogel. Und sehr viele Wanderer waren auf diesen Wegen unterwegs, auch Fahrradfahrer. Die Fichtenmonokulturen zogen sich bis zum Erzkogel Gipfel, auf dem sich ein 180 Grad Panorama von Hochwechsel rechts zum Otter und Sonnwendstein links öffnet. Ich bin wegen der vielen Leute und dem Lärm überall gleich wieder abgestiegen und habe mich zum Gipfel der Wiese begeben, die ich beim Aufstieg südwestlich gequert habe. Von dort bin ich mühsam durch Fichtenwald und über eine weitere Forststraße zum "Almsteig" gelangt, der von Greis auf den Sonnwendstein führt. Den habe ich aber gleich wieder verlassen und bin in der Wasserrinne links davon abgestiegen. Da hat es eine umgehbare Steilstufe gegeben, aber unten beim Jägersitz fällt es senkrecht etwa 10 m tief ab. Dort habe ich den Graben verlassen und bin über einen alten Fahrweg rechts am Hang des Sonnwendsteines wieder zu meinem Ausgangspunkt gelangt. Der Myrtengraben ist oben sehr verwildert und daher kaum sehenswert, vielleicht ist es unten besser. Die Almwiese auf 1300 m war schön, aber die Anzahl an Straßen und Wegen hat mich erschreckt, das ist ein Touristen-Berg. Der Abstiegsgraben war eindrucksvoll. In keinem der beiden Gräben ist Wasser geflossen. Die Sonne hat sich genau in dem Moment hinter den Wolken versteckt, als ich am Gipfel war und das Bergpanorama gefilmt habe. Aber immerhin hat es nicht geregnet, und nicht jede Tour kann so schön sein wie die Schneealpe neulich. 0:50 Beschilderter Start- und Endpunk der Wanderung 1:06 Blick über den Myrtengraben zum Erzkogel 1:24 Hier trifft der Myrtengraben auf die Forststraße 1:32 Hier geht links der Pfad über dem Myrtengraben ab 2:37, 3:13, 4:05, 5:11 Ich erhasche einen Blick in den Graben 5:22 Der Pfad endet im Graben 5:40 Ab hier viele gestürzte Bäume, kaum umgehbar 7:04 Fichten-Mikado 7:55 Und natürlich wie überall umgestürzter Stacheldraht 8:28 Der Südwesthang der Almwiese auf 1300 m 9:00, 9:10 Fernblick zur Rax 10:40 Viel zu dicht stehende Fichtenmonokultur 12:15 Ich erreiche den Gipfel 12:48 Rechts im Bild Kleiner und Großer Otter 13:11, 13:35 Am Horizont der Hochwechsel 13:19 Da drüben ist der Sonnwendstein 13:48 Blick ins steirische Mürztal 14:08 Wegweiser-Wahnsinn 14:53 Der Hirschenkogel mit laufendem Lift 15:29 v.l.n.r Hirschenkogel, Tratenkogel, Rax-Plateau und ein Stück Schneeberg 15:57, 17:00 Sonnwendstein 16:17 Rückblick auf den Erzkogel 17:59 Ich bin am Almsteig 18:09 Zweige aber gleich ab in den Graben 20:06, 20:39, 21:41 Steilstufen

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