So schön war Allenstein — die Stadt, die 98% für Deutschland stimmte und trotzdem verloren ging

«Am 11. Juli 1920 stimmten 363.209 für Deutschland. 7.980 für Polen. Wir bleiben deutsch.» 363.209 gegen 7.980. In der Stadt Allenstein selbst: 98 Prozent für Deutschland. Eine Bevölkerung, die ungefragt vor die Wahl gestellt wurde — und mit überwältigender Mehrheit sagte: Das ist unser Land. Und heute kennt kaum jemand mehr den Namen dieser Stadt. Dabei war Allenstein mehr als nur eine ostpreußische Mittelstadt. Nikolaus Kopernikus lebte hier. Von 1516 an arbeitete er als Verwalter in der Allensteiner Ordensburg — und in diesem Turm, an diesem Fluss, entwickelte er die Gedanken, die das Weltbild für immer veränderten. Seine Handschrift — astronomische Berechnungen in eine Fensterlaibung geritzt — ist heute noch zu sehen. Sie überlebte alles. Das Abstimmungsdenkmal mit seinen elf Säulen für die elf masurischen Kreise überlebte nicht. Es wurde nach 1945 abgerissen. 1972 errichtete man ein polnisches Freiheitsdenkmal an seiner Stelle. Am 22. Januar 1945 kam die Rote Armee. Über 1.000 Häuser brannten in der Altstadt. Die deutschen Einwohner wurden vertrieben. Aus Allenstein wurde Olsztyn. In diesem Video spazieren wir durch das Allenstein von 1930 — durch das Schloss, die Pfarrkirche St. Jakobi, das Hohe Tor, die Wälder, die bis in die Stadt reichen. #Allenstein #Ostpreußen #VerlorenesD­eutschland #DeutscheGeschichte #Olsztyn QUELLEN ===================================================== • Deutsche Schutzgebiete: «Allenstein Ostpreußen» deutsche-schutzgebiete.de (98% für Deutschland in der Stadt, 27.394 Einwohner 1905, Volksabstimmung) • Ostpreussen.net: «Allenstein» (März 2021) ostpreussen.net (Abstimmungsdenkmal 1928, elf Säulen, Marion Gräfin Dönhoff, polnisches Gegendenkmal 1972) • Findeisen Stadtchronik Allenstein: findeisen-uhren.com (Volksabstimmung 11. Juli 1920, 363.209 zu 7.980, Eisenbahnanschluss, Regierungspräsidium ab 1905) • Landkreis Allenstein: «Allenstein 1929» landkreis-allenstein.de (Stadtchronik 1929, Schloss, St. Jakobi, Hohe Tor, Rathaus, Russenerker, 40.000 Einwohner, Waldungen) • Preußische Allgemeine Zeitung: «Das südliche Ostpreußen vor und nach dem Krieg» paz.de • Jüdische Gemeinde Allenstein: juedische-gemeinden.de (Entwicklung 1920/30, Ermland) • Wikipedia DE: Allenstein / Olsztyn (Kopernikus, Volksabstimmung, Geschichte, Bevölkerungsentwicklung) • Marion Gräfin Dönhoff: «Namen, die keiner mehr nennt» Hoffmann und Campe, 1962 📚 HINWEIS ZUR VERWENDUNG UND QUELLENANGABE Dieses Video wurde ausschließlich zu Bildungs- und Informationszwecken erstellt. Alle dargestellten historischen Ereignisse basieren auf verifizierten Quellen, darunter Stadtarchive, das Bundesarchiv, wissenschaftliche Fachliteratur sowie regionale historische Dokumentationen. Ziel dieses Kanals ist es, vergessene und wenig bekannte Kapitel der deutschen Geschichte einem breiten Publikum zugänglich zu machen. Alle verwendeten Archivbilder und historischen Fotografien befinden sich soweit bekannt im öffentlichen Bereich oder werden im Rahmen des Zitatrechts (§ 51 UrhG) für bildungsbezogene Zwecke verwendet. Bei Fragen zu Bildrechten bitte direkt Kontakt aufnehmen. Dieser Kanal verfolgt keine politischen Ziele und vertritt keine extremistischen Ansichten. Die historische Darstellung erfolgt neutral, sachlich und wissenschaftlich fundiert. © Verlorenes Deutschland — Alle Rechte vorbehalten.