Mellingen AG, Pfarrkirche St. Johannes der Täufer, Vollgeläute

** Am sechsten Donnerstag nach Ostern feiert die Kirche das Hochfest der Himmelfahrt Christi. Sie bekennt dadurch, dass der Auferstandene zwar auf hier nicht mehr fassbar ist, aber bei den Menschen bleibt, bis an der Welt Ende. Allen einen gesegneten Festtag! ** Mellingen AG Pfarrkirche St. Johannes der Täufer Konfession: römisch-katholisch Es ertönen alle 5 Glocken: A° cis’ e’ fis’ gis’ Aufnahme vom Sonntag, 09.11.2025, 10h20, Vor- und Zusammenläuten zum Gottesdienst am Weihetag der Lateranbasilika. Wie im Freiamt öfter zu hören, erklingt die grösste Glocke erst solo, bevor die übrigen von oben her einfallen. Das Solo wurde für diese Präsentation stark gekürzt. 1959 wurde für die Mellinger Kirche ein neues, stattliches Geläute angeschafft, das einen älteren Bestand verdrängte. Die Glocken wurden von der Giesserei Rüetschi in Aarau hergestellt und erklingen im Septimakkord. Das Geläute ist von mächtiger Klangsprache. Mellingen und seine Kirche wurden im Jahre 1045 erstmals urkundlich erwähnt. Es ist nicht klar, seit wann das Gotteshaus besteht. Ältester noch vorhandener Bauteil ist der mächtige, heute freistehende Glockenturm aus aus dem 13. oder 14. Jh. Aufgrund Baufälligkeit der mittelalterlichen Kirche begann man 1675 mit dem Bau des heutigen Gotteshauses. Bereits nach anderthalbjähriger Bauzeit konnte die Kirche 16. Oktober 1676 konsekriert werden. Zwischen 1829 und 1835 wurde die Kirche im klassizistischen Stil umgestaltet. Der im Lauf der Zeit veränderte Innenraum wurde bei der Restauration von 1970-1972 wieder auf diesen Zustand zurückgeführt. Die letzte Aussenrenovation erfolgte 2002. Der mächtige Käsbissenturm der Stadtpfarrkirche überragt das pittoreske Städtchen Mellingen markant. Mit ihm nur durch einen Laufgang verbunden steht die wohlproportionierte barocke Kirche. Prächtig ist das Hauptportal aus der Bauzeit, von dem noch die Rahmung als auch die reich geschnitzte Tür erhalten ist. Der Kirchenraum ist eher nüchtern gehalten, wirkt jedoch edel und festlich. Die Altäre und die Kanzel sind schöne stuckmarmorne Arbeiten, der Figurenschmuck und die Plastiken sind zum Teil älter. Aus dem 17. Jh. stammen die reichen Kabinettscheiben in den Fenstern. Das schlichte Mobiliar und einige Plastiken ergänzen die Ausstattung. Die Orgel der Firma Metzler stammt von 1972. Daten Glocken: Alle 5 Glocken wurden 1959 von der H. Rüetschi AG in Aarau gegossen. Nr. 1 Dreifaltigkeitsglocke Gewicht: 4’120 kg Schlagton: A° Nr. 2 Muttergottesglocke Gewicht: 2’100 kg Schlagton: cis’ Nr. 3 Johannesglocke Gewicht: 1’200 kg Schlagton: e’ Nr. 4 Hilariaglocke Gewicht: 900 kg Schlagton: fis’ Nr. 5 Schutzengelglocke Gewicht: 620 kg Schlagton: gis’ Bilder, Text und Tonaufnahme: Robin Marti