Die Schwalbenchristine (1962) –Kindergeschichten der DDR

Macht kommt vom Machen. Moderner heißt es „Selbstermächtigung“, endet allerdings oft in der Absicht oder Schuldzuweisung an die Mitwelt. Nicht bei diesem Mädchen. In der Schule wird die kleine Heldin Christine für ihre Schwatzhaftigkeit bestraft, doch im wahren Leben gibt sie in der Not nicht auf, sondern erst Ruh, als die Rettung perfekt ist. Sie lässt in dieser Geschichte die Strafe Strafe sein und konzentriert sich vorrangig auf die Rettung des Schwalbennestes an der schwarzen Ruine, die zeitnah gesprengt werden soll. Mutig, willensstark, beherzt und vor allem tatkräftig sucht sie, wie viele Kinder, wenn es darum geht, jungen Tieren zu helfen, nach Unterstützern und Möglichkeiten für den Erfolg. Sie schreibt die Strafarbeit fertig. Doch ihre wahre Stärke liegt im eigenständigen Machen, womit sie sich innere Zufriedenheit über ihre gute Tat erzeugt. Und später zeigen die Schwalben ihr ihre Zuneigung, die mehr verstehen, als mancher Mensch zu ahnen vermag.