Vom Igel auf der Suche nach Freunden (1976) – Kindergeschichten der DDR
Wie viele Geschichten beschreibt auch diese eine Heldenwanderung. Der Igel, das Symbol für einen friedlichen, dennoch stachlig Bewaffneten, macht sich auf den Weg aus seinem vertrauten Garten in die weite Welt. Er sucht Freunde. Dabei tut er alles, um es ihnen recht zu machen. Er will zu ihnen gehören und bemerkt nicht, wie er sich verändert und immer trauriger dabei wird. Schließlich begegnet er dem schwersten Gegner, seinem inneren Widersacher „Selbstverleugnung“. Diesen unsichtbaren, erbitterten Feind kann er weder mit Muskelkraft, noch mit seinen Stacheln besiegen. Der Held ist auf dem Tiefpunkt seiner Existenz angelangt. Als er sich in diesem Augenblick allen Tatsachen stellt und aus den erlittenen Erfahrungen lernt, wie man sich selbst treu bleibt und es damit besser machen kann, schlägt die Situation um. Niemand außer ihm selbst hatte ihn bisher so gesehen, wie er ist. Doch er ist dieser Gruppe nicht ausgeliefert, er findet zur Wertschätzung seiner natürlichen Gaben ganz bewusst zurück und alles kann sich nun zum Besseren wenden. Nach der Idee von Isolde Stark habe ich einige Sätze ergänzt und die Bilder zum Teil der Geschichte angepasst.

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