Das U-Boot U17 / Ankunft in Speyer und Transport ins Technik-Museum 4K Video
U 17 (Schiffskennung S 196) ist ein deutsches U-Boot der Klasse 206 A, dessen Heimathafen die Ostseestadt Eckernförde war. Dort war U 17 zunächst dem 3. Ubootgeschwader der Deutschen Marine unterstellt, bis dieses am 13. Februar 2006 außer Dienst gestellt wurde, und anschließend bis zur eigenen Außerdienststellung am 14. Dezember 2010 dem dann ebenfalls in Eckernförde beheimateten 1. Ubootgeschwader. U 17 wurde am 28. November 1973 als fünftes U-Boot der Klasse 206 in Dienst gestellt. Vom 18. September 1989 bis zum 22. Juli 1991 erfolgte bei Howaldtswerke-Deutsche Werft der Umbau zur verbesserten Klasse 206 A. Von April bis August 1997 fuhr U 17 unter dem Kommando von Kapitänleutnant Wolfgang Müller-Seedorf – gemeinsam mit U 26 (Korvettenkapitän Achmed Zaouer) – als erstes deutsches Nachkriegs-U-Boot über den Atlantik, um in der Karibik und an der Ostküste der USA ein umfangreiches militärisches Übungsprogramm zu absolvieren. Damit operierten erstmals nach dem Zweiten Weltkrieg (Unternehmen „Paukenschlag“) und gar 81 Jahre nach dem letzten Besuch eines unter deutscher Flagge fahrenden U-Bootes in den USA (Handelsunterseeboot Deutschland) wieder deutsche U-Boote im Westatlantik. Die Operation fand im Rahmen von SUBEX 97 statt und beinhaltete die Teilnahme an verschiedenen internationalen Marinemanövern sowie Hafenaufenthalte in Ponta Delgada (Azoren/Portugal), Roosevelt Roads und San Juan (beide Puerto Rico) sowie Washington, Groton und New York City (alle USA). Höhepunkte dieses Unternehmens waren für beide Besatzungen die gemeinsamen Übungen mit den beiden nukleargetriebenen U-Jagd-U-Booten der Los-Angeles-Klasse, USS Augusta (SSN-710) und USS Memphis (SSN-691), sowie der Besuch in New York während des Independence Day. Im Sommer 2010 nahm U 17 mit der Besatzung des Schwesterbootes U 18 unter dem Kommando von Korvettenkapitän Frédéric Strauch an der NATO-Operation Active Endeavour im Mittelmeer teil.[7] Im Rahmen dieses Einsatzes wurden die Häfen von Malaga (Spanien), Catania auf Sizilien (Italien), La Valletta (Malta), Palma de Mallorca (Spanien) und Brest (Frankreich) angelaufen. Am 14. Dezember 2010 wurde U 17 in Eckernförde außer Dienst gestellt. Verbleib Von 2010 bis 2021 lag U 17 im Marinearsenal in Wilhelmshaven (♁Liegeplatz). Neben U 15 galt U 17 als Kandidat dafür, nach Maßnahmen zur Schadstoffbeseitigung sowie zur Demilitarisierung in das Technik-Museum Sinsheim verlegt zu werden. U 17 wurde Ende 2017 wegen des besseren Gesamtzustands und dadurch geringerer Renovierungskosten ins Gespräch gebracht. Ursprünglich war die Entscheidung und Überführung für Mitte 2018 vorgesehen, verzögerte sich allerdings bis Mitte 2021 und fiel letztendlich zugunsten von U 17 aus. Am 30. Juni 2021 wurde U 17 von Wilhelmshaven zur Werft von ThyssenKrupp Marine Systems nach Kiel überführt, wo die Waffensysteme und die Batterien ausgebaut wurden. Das Boot ist nach seiner Ausmusterung im Bestand der in der Bundeswehr für die Erhaltung wesentlicher Exponate der wehrtechnischen Entwicklung zuständigen Wehrtechnischen Studiensammlung in Koblenz, jedoch als Dauerleihgabe an das Technik-Museum in Sinsheim abgegeben. Vom 11. bis zum 17. Mai 2023 wurde das U-Boot auf dem Rhein nach Speyer transportiert, wo es für den Transport an den Standort Sinsheim voraussichtlich im Folgejahr vorbereitet werden soll. Der Schubverband hielt dabei unter großem Publikumsinteresse in mehreren Häfen an. Schiffsdaten Flagge Deutschland Schiffstyp Konventionelles U-Boot Klasse Klasse 206/206 A Heimathafen Eckernförde Bauwerft HDW, Kiel Baunummer 33 Bestellung Juni 1969] Kiellegung 1. Juni 1970 Stapellauf 10. Oktober 1972 Indienststellung 28. November 1973 Außerdienststellung 14. Dezember 2010 Verbleib Museumsschiff im Technik-Museum Sinsheim Schiffsmaße und Besatzung Länge 48,6 m (Lüa) Breite 4,6 m Tiefgang max. 4,3 bis 4,5 m Verdrängung aufgetaucht: 450 t getaucht: 498 t Besatzung 22]-23 Mann Maschinenanlage Maschine 2 × Dieselelektrisch 2 MTU-12-Zyl.-Diesel 1 × SSW-Elektrofahrmotor Maschinenleistung 1500 PS bzw. 2 × 440 kW 1 × 1100 kW[1] Einsatzdaten U-Boot Aktionsradius ca. 4500 NM bei 6 kn Überwasser, ca. 280 NM bei 4 kn getaucht sm Einsatzdauer 30 Tage Tauchtiefe, max. 100 m Höchstgeschwindigkeit getaucht 17 kn Höchstgeschwindigkeit aufgetaucht 10 kn Bewaffnung 8 Torpedos DM 2 A1 drahtgelenkt (Kupferkabel) bei der Klasse 206 8 Torpedos DM 2 A3 drahtgelenkt (Kupferkabel) bei der Klasse 206 A 2 × 12 Minen im Minengürtel möglich Sensoren DBQS21 Unterwasserortungsgerät aktiv und passiv
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