Das U-Boot U17 / Ankunft im Technikmuseum Sinsheim 4K Video

Erleben Sie die letzte Etappe der spektakulären Überführung des U17, begleitet von ehemaligen Kommandanten und Mitgliedern der U-Bootmannschaften. Musikgruppen und tausende begeisterte Zuschauer und Fans geleiten es in seinen neuen Heimathafen in Sinsheim. Und natürlich den Schwertransport Kapitän FRIEDER mit den Crew-Mitgliedern von Kübler und Technik Museum in Aktion. U 17 wurde am 28. November 1973 als fünftes U-Boot der Klasse 206 in Dienst gestellt. Vom 18. September 1989 bis zum 22. Juli 1991 erfolgte bei Howaldtswerke-Deutsche Werft der Umbau zur verbesserten Klasse 206 A. Von April bis August 1997 fuhr U 17 unter dem Kommando von Kapitänleutnant Wolfgang Müller-Seedorf – gemeinsam mit U 26 (Korvettenkapitän Achmed Zaouer) – als erstes deutsches Nachkriegs-U-Boot über den Atlantik, um in der Karibik und an der Ostküste der USA ein umfangreiches militärisches Übungsprogramm zu absolvieren. Damit operierten erstmals nach dem Zweiten Weltkrieg („Unternehmen Paukenschlag“) und gar 81 Jahre nach dem letzten Besuch eines unter deutscher Flagge fahrenden U-Bootes in den USA (Handelsunterseeboot Deutschland) wieder deutsche U-Boote im Westatlantik. Die Operation fand im Rahmen von SUBEX 97 statt und beinhaltete die Teilnahme an verschiedenen internationalen Marinemanövern sowie Hafenaufenthalte in Ponta Delgada (Azoren/Portugal), Roosevelt Roads und San Juan (beide Puerto Rico) sowie Washington[9], Groton und New York City[10] (alle USA).[11] Höhepunkte dieses Unternehmens waren für beide Besatzungen die gemeinsamen Übungen mit den beiden nukleargetriebenen Jagd-U-Booten der Los-Angeles-Klasse, Augusta und Memphis, sowie der Besuch in New York während des Independence Day. Im Sommer 2010 nahm U 17 mit der Besatzung des Schwesterbootes U 18 unter dem Kommando von Korvettenkapitän Frédéric Strauch letztmalig an der NATO-Operation Active Endeavour im Mittelmeer teil.[12] Im Rahmen dieses Einsatzes wurden die Häfen von Málaga (Spanien), Catania auf Sizilien (Italien), Valletta (Malta), Palma de Mallorca (Spanien) und Brest (Frankreich) angelaufen. Am 14. Dezember 2010 wurde U 17 in Eckernförde außer Dienst gestellt. Verbleib Von 2010 bis 2021 lag U 17 im Marinearsenal in Wilhelmshaven (♁letzter Liegeplatz). Neben U 15 galt U 17 als Kandidat dafür, nach Maßnahmen zur Schadstoff­beseitigung sowie zur Demilitarisierung in das Technik-Museum Sinsheim verlegt zu werden. U 17 wurde Ende 2017 wegen des besseren Gesamtzustands und dadurch geringerer Renovierungskosten ins Gespräch gebracht. Ursprünglich war die Entscheidung und Überführung für Mitte 2018 vorgesehen,[13][14] verzögerte sich allerdings bis Mitte 2021 und fiel letztendlich zugunsten von U 17 aus. Am 30. Juni 2021 wurde U 17 von Wilhelmshaven zur Werft von ThyssenKrupp Marine Systems nach Kiel überführt, wo die Waffensysteme ausgebaut und das U-Boot somit demilitarisiert wurde.[15][16] Vom 28. April bis zum 17. Mai 2023 erfolgte der Transport des U-Bootes auf einem Ponton von Kiel über den Nord-Ostsee-Kanal, entlang der Nordseeküste nach Rotterdam und dann über Waal und Rhein nach Speyer.[17] Der Schubverband hielt dabei unter großem Publikumsinteresse in mehreren Häfen an.[18][19] In Speyer wurde U 17 für den Weitertransport an den Standort Sinsheim vorbereitet. Unter anderem wurden über 100 Tonnen Batterien ausgebaut, um das U-Boot zu erleichtern.[20] Der Transport von Speyer nach Sinsheim begann am 30. Juni 2024.[21] Auf einem Ponton wurde die Strecke nach Haßmersheim zurückgelegt, unter anderem mit einem zweitägigen Stopp in Heidelberg. Um unter Brücken, wie der Alten Brücke, durchzupassen, musste das U-Boot auf dem Ponton auf die Seite gedreht werden. Die restlichen 50 Kilometer wurden auf der Straße zurückgelegt. Der Transport ins Technik-Museum Sinsheim dauerte insgesamt bis zum 28. Juli 2024. Das U-Boot ist nach seiner Ausmusterung im Bestand der Wehrtechnischen Studiensammlung Koblenz, die für die Erhaltung wesentlicher Exponate der wehrtechnischen Entwicklung in der Bundeswehr zuständig ist. Es ist jedoch als Dauerleihgabe an das Technik-Museum Sinsheim abgegeben.