La Légende de Mélusine - "Die Melusinensage"

Mélusine, ô dame aux douces larmes, qui cachait sa peine loin du vacarme... Dieses melancholische Lied entführt euch in eine der tragischsten Sagen des französischen Spätmittelalters (1394) [Jean d’Arras]. Es erzählt die Geschichte der Wasserfee Mélusine, deren großes Glück an ein verhängnisvolles Samstags-Tabu geknüpft war. Mélusine schenkt dem Ritter Raymondin Liebe und Macht. Sie erbauen gigantische Burgen, und sie gebiert ihm zehn Söhne. Doch wie es im Lied heißt „Portant dans leurs yeux le sang éternel“ das übernatürliche Feenblut zeichnet die Kinder mit unheimlichen Deformierungen. Der eine hat nur ein Auge mitten im Gesicht, der andere einen langen Wildschwein-Fangzahn „un long croc de sanglier sauvage“. Von Eifersucht getrieben, bricht Raymondin den heiligen Schwur. Er bohrt ein Guckloch in die Tür ihres Gemachs „Le trou de la clé a trahi le choix“ und erblickt sie heimlich in ihrer Marmorbadewanne wunderschön, doch ab der Hüfte ein schuppiger Schlangenleib. Als er sie im Streit öffentlich als „Maudite couleuvre!“ Verfluchte Schlange beschimpft, bricht ihr Herz. Der Ur-Fluch greift unbarmherzig. Sie verwandelt sich in ein geflügeltes Wesen und fliegt unter bitteren Tränen für immer davon. Deutsche Übersetzung: [Strophe 1] An der Quelle, wo das Wasser so rein ist, fand Raymondin seinen süßen Schmuck. Eine traurige Fee von unermesslicher Schönheit schenkte ihm ihr Herz und das Königtum. „Oh mein süßer Herr, haltet das Versprechen: An dem schwarzen Samstag respektiert meinen Kummer.“ [Strophe 2] Zehn Söhne wurden aus diesem fleischlichen Pakt geboren, sie tragen das ewige Blut in ihren Augen. Der eine hat nur ein Auge mitten im Gesicht, der andere einen langen Fangzahn wie ein wilder Keiler. Vom Schicksal gezeichnet, verborgen in der Nacht, seufzt die Liebe einer Mutter im Geheimen. [Refrain] Mélusine, oh Dame der sanften Tränen, die ihren Schmerz fernab vom Lärm verbarg. Wenn das Auge des Gatten auf das Bad blickt, reißt der Faden des Lebens plötzlich. Öffnet nicht die Tür, bewahrt den Glauben, damit die Zärtlichkeit beim König bleibe. [Bridge] Die Eifersucht hat das Holz durchbohrt, das Schlüsselloch hat die Wahl verraten. Im einsamen Wasser weint sie ohne Geräusch, ihr Geheimnis ist verloren, ihr Glück entflieht. „Verfluchte Schlange!“, schreit der Herr und bricht ihr Herz mit unermesslichem Schmerz. [Refrain] Wiederhollung [Outro] Sie nimmt ihre Flügel, der Schwan fliegt davon, verlässt für immer die Erde und den Boden. #Mélusine #mittelaltermusik #fantasyfolk #FrenchMythology #medievalmusic #lore #waterfairy #darkages #musiquemédiévale