Durchblicker im Trueben - DLRG- Einsatz in Berlin
Sommer ist auch Zeit für Wassersport. Am häufigsten versinken Brillen in den Fluten, dicht gefolgt von aus Hemdtaschen gerutschten Handys, Geldbörsen und Uhren. Und da viele Berliner dicht am Wasser leben, sucht man Verlorenes oft bei den Fischen. Wohl dem, der sich merken kann, wo das Verlorene im Wasser liegt. Doch wehe denjenigen, die spontan ihrem Mobiltelefon nachspringen: Stille Wasser sind nicht nur in Berlin meist flach und verbergen oft messerscharfen Müll, der selbst den erfahrenen Tauchern der DLRG zum Verhängnis werden kann. Darf man wegen irgendwelcher Lapalien überhaupt die DLRG- Taucher zu Hilfe rufen? Dreimal Ja! Die Taucher bitten sogar darum, denn erstens sind die professionellen Rettungstaucher mit den Gefahren unter Wasser bestens vertraut, zweitens benötigen die Rettungstaucher jährlich eine gewisse Anzahl Tauchstunden und drittens verbinden nicht nur Taucher ihre Pflicht gern mit etwas Nützlichem: Neben dem Erfolg, wertvolle Dinge geborgen zu haben, fließt von den Auftraggebern auch eine Spende in den Vereinstopf. Und diese Spenden helfen die Rettung von Menschenleben zu finanzieren. Am Wochenende schieben die DLRG- Rettungsschwimmer und -Taucher nämlich Dienst an vielen öfentlichen Badestränden. Alles in ihrer Freizeit! Deswegen erscheinen die Retter zum Bergen von Handys, Gerldbörsen und Gebissen lieber an normalen Arbeitstagen, nach Feierabend. In diesem Fall suchten das DLRG- Taucherteam, der Wirtschaftswisenschaftsstudent Björn Braune, der Mathe- und Physikstudent Michel Rejske und der IT- Systemelektroniker Frank Meltendorf eine unscheinbare Hornbrille. Die lag inzwischen schon zehn Tage lang im Berliner Lietzensee. Was die Taucher in diesem Fall zunächst als kleine und schnelle Tauchexpedition planten, wurde plötzlich doch noch gefährlich. Ausserdem gilt wohl auch unter Waser die alte Büro- Regel: Man findet immer das, was man nicht sucht. Die DLRG finden Sie übrigens überall in Deutschland: http://www.dlrg.de

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