Erwitte St. Laurentius – Vollgeläut bis 2018

1971 brach bei Sanierungsarbeiten am Kirchturm von St. Laurentius ein Brand aus, der die Turmspitze zerstörte und das Stahlgeläut des Jahres 1954 unbrauchbar machte. Die große Glocke steht heute, äußerlich unversehrt, auf der Nordostseite der Kirche als Dekorationsobjekt. Im Zuge des Wiederaufbaus goss die Glockengießerei Petit & Edelbrock 1972 ein neues sechsstimmiges Bronzegeläut bestehend aus der Josefsglocke (h°), der Laurentiusglocke (d‘), der Rochusglocke (e‘), der Agathaglocke (fis‘), der Marienglocke (g‘) und der Heinrichsglocke (a‘). 2008 kamen die Hubertusglocke (a‘‘) und die Annaglocke (h‘‘) in den Dachreiter. Die riesige Glockenstube sorgt für eine gute Klangentfaltung. Das Geläut hat Wucht, ist aber nicht aufdringlich. 2018 wurde bei Eijsbouts in Asten die Christus-Salvatorglocke mit dem Ton g° und 7.960 kg gegossen. Die Glocke ist nach der neuen Christus-Friedens-Glocke im Paderborner Dom nunmehr die zweitgrößte Glocke in Westfalen. Es erklingt das Einläuten des Dreifaltigkeitssonntages 2017 am Samstag 30 Minuten vor der Vorabendmesse mit den Glocken h°, d', e', fis', g' und a', dem damaligen Vollgeläut.