Energiewende: Balance im Trilemma

*Anzeige* 85 Prozent der Energie, die derzeit in Österreich erzeugt wird, stammen aus erneuerbaren Quellen, wie Wasser, Wind und Sonne. Das klingt erstmal gut, beschreibt die Lage jedoch nicht vollständig. Der heimische Energiebedarf kann nämlich nicht zur Gänze selbst gedeckt werden und das Land ist zusätzlich auf Energieimporte angewiesen. Der Anteil erneuerbarer Energien am Verbrauch zeichnet mit rund 34 Prozent dementsprechend ein anderes Bild. Trotz großer Fortschritte in der Erzeugung macht der fossile Anteil (insbesondere Erdöl und Erdgas) also immer noch den Großteil des Gesamtenergieverbrauchs aus. Auf dem Weg zu einem vollständig erneuerbaren System steht ein massiver Umbau des Systems in wenigen Jahren an. Dabei soll nicht nur die drohende Klimakatastrophe abgewendet werden. Es geht auch um politische Unabhängigkeit und wirtschaftliche Wettbewerbsfähigkeit. Denn die Kriege in der Ukraine und im Iran haben die Fragen der Versorgungssicherheit und die Problematik steigender Energiepreise ins Bewusstsein gebracht. Wie lässt sich eine Balance zwischen Klimaschutz, Energiesicherheit und Leistbarkeit von Energie als Erfolgskriterien der Wende herstellen? Welche Bedeutung kommt neben dem Ausbau der Erneuerbaren der Modernisierung der Energienetze und Technologien zur effizienten Speicherung von Energie zu? Wo liegen die technischen, wirtschaftlichen und politischen Herausforderungen? Antworten auf diese und andere Fragen liefert im Podcast zur Energiewende Stefan Haas, CEO des TÜV Austria.    Das Interview führt Christian Lenoble.