Rott am Inn (RO) Die drei Geläute an Hochfesten

Zum Einläuten des neuen Kirchenjahres stelle ich die ehemalige Kloster- und jetzige Pfarrkirche St. Marinus und Anianus in Rott am Inn vor. Dort wird an Hochfesten vor dem Gottesdienst 3 mal geläutet, wobei das mittlere Geläut mit den drei größten Glocken etwas Besonderes ist. Die große solo und das Plenum sind ja allgemein üblich. Hier kann man in jedes der Geläute hineinhören und dazwischen etwas die Kirche kennenlernen. Über diese, eines der Meisterwerke des bayerischen Spätbarock, sind im Internet genug Details zu erfahren, was hier zu weit führen würde. Sie ist einer der Bauten, in denen J.M. Fischer seine Invention eines 8-Arkadenraums verwirklicht hat, welchen er zwischen schmalere Räume im Westen und im Chor gesetzt hat. In den frühen 1760er Jahren entstanden Bau wie Ausstattung (Fresken von Matthäus Günther, Altarbilder von ihm sowie Joseph Hartmann und weiteren, Figuren von Ignaz Günther und Joseph Götsch). Im Nordturm ist noch ein frühgotisches Wandbild in der romanischen Apsis erhalten geblieben. Disposition des Geläuts: B°, des', es', ges', as', b', des'', es''. Glocke 4 ges': 1624 von Bartholomäus Wengle in München, alle anderen 2015 in Maria Laach gegossen. (Danke an Robin Marti für den Ausflug an die Innklöster. Text, Fotos und Videos: arnoldusglocke)