Rollbergbier, Kiezanker und Oper für alle | Heimatjournal | Reportage

Das Viertel in Berlin-Neukölln ist dicht bebaut und bunt bevölkert. Menschen aus rund 30 Nationen leben dort und bringen die verschiedenen Kulturen mit in die Nachbarschaft. In der riesigen ehemaligen Kindl-Brauerei entsteht ein sehr buntes Leben mit Kultur, Gewerbe, Gastronomie und sozialen Angeboten. Zwischen Berlin-Mitte und Gesundbrunnen - Die Ackerstraße    • Zwischen Berlin-Mitte und Gesundbrunnen: D...   "Berlin entdecken" Playlist:    • Brunnenstraße in Berlin-Mitte entdecken | ...   Alle "Heimatjournal"-Sendungen in der ARD Mediathek: https://1.ard.de/heimatjournal Im Zuge der sogenannten Stadterneuerung in den 1960er Jahren wurden viele Gründerzeithäuser abgerissen und durch günstige Neubauten ersetzt. Viele Anwohner im Rollbergkiez haben eher ein geringes Einkommen. Für ein gutes Zusammenleben gibt es soziale und kulturelle Angebote. Alte Brauerei – neues Zentrum Eigens für die Umgestaltung des alten Kindl-Geländes hat sich die Genossenschaft "Vollgut" gegründet. Zur einstigen Brauerei gehört ein Keller, der vier Etagen tief ist. Er wurde Ende des 19. Jahrhunderts gebaut und u.a. für die Lagerung von Eis genutzt. Bereits entstanden ist ein "Global Village", in dem fünfzig Organisationen und Initiativen arbeiten. Die neuen Räume auf dem Gelände sollen zu bezahlbaren Mieten vergeben werden. Frisches Bier in alter Brauerei Wo einst Kindl-Bier industriell gebraut wurde, entstehen jetzt Rollberg-Aromen. Zwei Enthusiasten haben eine kleine Brauerei aufgebaut und brauen so natürlich wie möglich, in eigenen neuen Kesseln. Probieren kann man das Bier gleich vor Ort. Die alten riesigen Brauerei-Kessel stehen unter Denkmalschutz und hängen wie Ufos an der Decke. Rollberg-Kino mit Horror Das Kino auf dem Hinterhof hat fünf Säle. Gezeigt werden die Filme in sprachlicher Originalversion oder mit Untertiteln. Vor allem junges Publikum nutzt das Angebot. Besonders beliebt ist die Horrorfilmreihe, immer samstags um 22.30 Uhr. Der "Kiezanker" als Anlaufstelle Dem Problemviertel eine menschliche Seele geben. Das ist die Vision von Yildiz Yilmaz. Sie bringt Menschen verschiedenster Kulturen zusammen und bietet so Halt. Und das ehrenamtlich. Seit 10 Jahren gibt es das Projekt bereits. Es wurde von Frauen mit einem Migrationshintergrund gegründet, die etwas im Kiez verändern und die Menschen vernetzen wollen. Es wird gemeinsamen gegessen und geredet, und es werden auch gemeinsam Probleme gelöst. "Happy Lab" für Handwerkliches Dort kann jeder werkeln, egal ob es laut, teuer oder schmutzig ist. In der Werkstatt gibt es verschiedenste Angebote, von großen Maschinen über Werkzeug, 3D-Drucker, Computer oder Nähmaschinen. Das Angebot kommt gut an. Der eine produziert ein spezielles Kameraobjektiv, der nächste behindertengerechte Musikinstrumente. Die Möglichkeiten für die Kreativität sind vielfältig. Neuköllner Oper für die Nachbarschaft Die Neuköllner Oper hat in der Kulturszene der Stadt einen festen Platz. Doch bei vielen Nachbarn ist das Haus mit seinem Angebot nicht bekannt. Um das zu ändern, wurde Anica Happich engagiert. Sie hat mit ihrem Team ein erstes Event für die Leute aus dem Rollbergkiez auf die Beine gestellt. Ein Konzert im Innenhof, der mit einem riesigen Tisch zum Open-Air-Wohnzimmer umfunktioniert wurde. Mit Erfolg: Die Nachbarn kamen zahlreich. Kapitel: 00:00 Gruselfaktor in den riesigen tiefen Kellern der alten Brauerei 03:40 Neues Leben in der alten Brauerei 04:09 Abriss und Neubau im Rollbergkiez in den 1960er Jahren 06:25 Das frische Rollbergbier natürlich gebraut 10:09 Der "Kiezanker" als Anlaufstelle für alle Nachbarn 14:06 Das Rollberg-Kino mit Horror-Filmreihe 16:49 Die Neuköllner Oper lädt die Nachbarn ein 21:21 Kreativ werkeln, bauen und nähen: das "Happy Lab" mit vielen Möglichkeiten Bild: rbb/Helge Oelert #heimatjournal #berlin #kiezleben #rollbergkiez #neukoelln