Kirchwahlingen - Die Glocken der ev.-luth. Kirche zum heiligen Kreuz - Einzel- & Vollgeläut

Mitten im Böhmer Ortsteil Kirchwahlingen steht die evangelisch-lutherische Kirche Zum Heiligen Kreuz. Die ältesten Teile der Kirche sind aus dem Anfang des 13. Jahrhunderts. Dazu gehört auch der massive Westturm. Um 1450 erweiterte man die Kirche auf ihre heutige Größe. Bei einem Sturm im Jahr 1698 wurde der Turm beschädigt und niedriger wiederaufgebaut. In den Jahren 1742 und 1901 ist der Turm abgebrannt. Bei letzterem wurde nur ein Flachdach als Turmspitzenersatz erbaut. Im Jahr 1954 folgte dann der heutige Turmhelm. Der Innenraum der Kirche wurde 1975 bis 77 renoviert und umgestaltet. Die von Detlef Kleuker im Jahr 1977 erbaute Orgel wurde 2013 überarbeitet und umfasst sieben Register auf einem Manual und Pedal. Die ersten nachgewiesenen Glocken wurden 1742 bei dem Turmbrand zerstört. Als Ersatz goss Johann Meyer aus Celle im Jahr 1747 zwei neue Glocken, die wiederum 1901 bei dem Turmbrand zerstört wurden. Aus dem Material der zerstörten Glocken wurden drei neue Glocken gegossen, von denen dann die beiden großen Glocken im ersten Weltkrieg abgegeben wurden. Die kleine Glocke gab man 1951 für drei Eisenglocken der Firma Weule aus Bockenem in Zahlung. Der letzte Neuguss erfolgte im Jahr 2010/11 durch die Glockengießerei Rincker, die drei Glocken als Ersatz für die Eisenglocken goss. Sie entwickeln durch die gute Qualität und den großen Turmraum ein angenehmes Klangbild. Videoablauf: 00:00 Bilderpräsi mit Vollgeläut 01:25 Glocke 3 (b') 03:29 Glocke 2 (as') 05:38 Glocke 1 (f') 07:49 Vollgeläut Glockendaten: Glocke 1: Ton: f'-5 Durchmesser: 1.219 mm Gewicht: 1.219 kg Gießer: Rincker / Sinn Gussjahr: 2010 Glocke 2: as'-3 1.037 mm 746 kg Rincker / Sinn 2010 Glocke 3: b'-4 953 mm 588 kg Rincker / Sinn 2010 Motiv: TeDeum Quellen: Kirchengemeindelexikon, A. Philipp Vielen Dank an alle Beteiligten für die Ermöglichung der Aufnahme! Aufnahmedatum: 11.04.2023 (Sondergeläut)