Bremgarten AG, Pfarrkirche St. Nikolaus, Vollgeläute

** Am Sonntag nach Pfingsten feiert die Kirche das Hochfest der heiligsten Dreifaltigkeit. ** Bremgarten AG Pfarrkirche St. Nikolaus Konfession: römisch-katholisch Es ertönen alle 6 Glocken: B° d’ f’ g’ b’ c’’ Aufnahme vom Samstag, 22.11.2025, 17h00, Zusammenläuten zum Vorabendgottesdienst zum Hochfest Christkönig. Zugleich Festtageinläuten? Ein Brand vernichtete 1984 das historisch wertvolle Geläute der Stadtkirche Bremgarten. Zwei Jahre später konnte die Giesserei Rüetschi ein stattliches, sechsstimmiges Geläute liefern, das im erweiterten Salve-Regina-Motiv erklingt. Die Glocken hängen an gekröpften Jochen, wobei aber nur die grosse Glocke so stark gekröpft ist, dass sie mit Gegengewichtsklöppel läutet. Besonders interessant ist, dass die kleinste Glocke Mutter Teresa gewidmet wurde, die zum Zeitpunkt des Gusses noch lebte. Eine Kirche am heutigen Platz in Bremgarten kann seit dem 11. Jh. nachgewiesen werden und entstand somit vor der Stadtgründung. Ältester noch stehender Bauteil ist der Turm aus der Zeit um 1343. Später im 14. Jh. entstand ein neues Kirchenschiff. Der Stadtbrand von 1382 fügte dem Gotteshaus grossen Schaden zu, die anschliessend repariert wurden. Nach 1400 entstand die Seitenkapelle, die wenig später zum Schiff hin geöffnet wurde. 1575 wurde die heutige Sakristei angebaut. 1617 erhielt der Turm seine heutige Gestalt. Im 17. und 18. Jh. erhielt die Kirche ihre reiche Ausstattung. Danach wurde an der Kirche nicht mehr viel verändert. 1983 begann man mit einer grossen Gesamtrestauration. Doch am 28. März 1984 brannte die Kirche bis auf die Grundmauern nieder. Dank genauer Planaufnahmen und Auslagerung vieler Kunstwerke konnte die Kirche originalgetreu rekonstruiert und am 6. Dezember 1987 wieder eingeweiht werden. Der hohe, mit einem roten Spitzhelm versehene Turm überragt das pittoreske Städtchen von Bremgarten. Die Kirche befindet sich in der Unterstadt und wird von einem kleinen Platz mit weiteren, kirchlichen Bauten umgeben. Es handelt sich um eine zweischiffige Staffelhalle mit massigem Turm. Der Kirchenraum wird von Holzdecken überspannt. Das Schiff wird geschmückt durch Wandmalereien im Stil der späten Renaissance aus der Zeit um 1629, während jene im Chor noch aus dem 15. Jh. stammen. Die Kirche ist reich ausgestattet (nicht bewegliche Teile z. T. rekonstruiert). Der Hochaltar entstand um 1700, während die Seitenaltäre im Hauptschiff um 1780, jene im Seitenschiff um 1760 entstanden sind. Dort befinden sich auch die Gebeine des Katakombenheiligen Synesius. Besonders schön ist die Spätrenaissance-Kanzel von 1635. Verschiedene beachtenswerte Gestühle und schöne Plastiken ergänzen die Ausstattung. Die Orgel von 1988 ist ein Werk der Firma Metzler, Dietikon. Daten der Glocken: Alle Glocken wurden 1986 von der H. Rüetschi AG in Aarau gegossen. Nr. 1 Nikolaus von Myra Gewicht: 3’013 kg Schlagton: B° Nr. 2 Maria Magdalena Gewicht: 1’493 kg Schlagton: d’ Nr. 3 Maria (Angelusglocke) Gewicht: 913 kg Schlagton: f’ Nr. 4 Synesius Gewicht: 630 kg Schlagton: g’ Nr. 5 Oscar Romero Gewicht: 370 kg Schlagton: b’ Nr. 6 Mutter Teresa Gewicht: 270 kg Schlagton: c’’ Bilder, Tonaufnahme und Text: Robin Marti