Bochum-Wattenscheid (Günnigfeld): Herz Mariä (Vollgeläut der Glocken - Abschied der Kirche)

Heute um 16 Uhr findet in Herz Mariä in Bochum-Wattenscheid-Günnigfeld der letzte Gottesdienst statt. Die Günnigfelder Katholiken müssen sich von Ihrem Gotteshaus verabschieden. Die Kirche wird geschlossen, profaniert und verkauft. Damit läuten auch die drei Stahlglocken vom Bochumer Verein aus dem Jahre 1922 mit den Schlagtönen dis' fis' gis' zum letzten mal. Sie tragen die Namen Heinrich, Franziskus und Konrad. Sie läuteten bislang immer eine Viertelstunde vor Gottesdienstbeginn. Die Grundsteinlegung für die erste von Lambert von Fisenne entworfene Kirche in Günnigfeld war am 08. September 1895, sie musste aber schon 1911 wegen Bergschäden wieder abgerissen werden. Deswegen hatten schon 1909 bereits Planungen für die heutige Herz-Mariä-Kirche begonnen, die ab 1911 erbaut und am 24. Juli 1912 eingeweiht wurde. Die Kirche gehörte zunächst zum Erzbistum Paderborn und wechselte 1958 ins neugegründete Bistum Essen. 1948 bis 1949 wurde die Kirche nach Schäden im zweiten Weltkrieg durch den Bochumer Fritz Jülkenbeck leicht verändert wieder aufgebaut. Von 1903 bis 2008 war Herz Mariä eine eigene Pfarrei, dann wurde sie der neugegründeten Pfarrei St. Gertrud Wattenscheid zugeschlagen. Nach St. Barbara in Engelsburg, Herz Jesu in Sevinghausen, St. Theresia vom Kinde Jesu in Eppendorf, St. Nikolaus in Westenfeld und St. Pius in Wattenscheid-Mitte ist damit Herz Mariä die sechste Kirche der Pfarrei und die nächste im Bistum Essen, die schließt... Aufnahme: 21.06.2026 um 10.45 Uhr zum Gottesdienst um 11 Uhr