Laurentiuskirche Auerbach (V) Glocken

Die evangelisch-lutherische Laurentiuskirche im vogtländischen Auerbach wurde 1838 erbaut. Sie ist die achte Laurentiuskirche auf dieser Stelle der Stadt. Der erste Kirchenbau Es ist anzunehmen, dass bereits seit dem 14. Jahrhundert eine Stadtkirche stand. Diese war dem Heiligen Laurentius geweiht und war räumlich kleiner gewesen. Aller Wahrscheinlichkeit nach wurde sie um 1430 von den Hussiten auf ihrem Zug von Zwickau nach Hof zusammen mit der Stadt durch Feuer zerstört. Der zweite Kirchenbau Die zweite Kirche ging wahrscheinlich beim Stadtbrand 1486 in Flammen auf. Der dritte Kirchenbau Die dritte Kirche wurde wegen Baufälligkeit abgerissen. Der vierte Kirchenbau Von 1605 bis 1609 erbaute man die vierte Kirche, die nur 17 Jahre alt wurde. Sie ging 1626 beim großen Stadtbrand in Flammen auf. Der fünfte Kirchenbau Der Wiederaufbau einer fünften Kirche fiel in die schwere Zeit des 30-jährigen Krieges. Das Land war verarmt. Ein Kirchlein wurde erst 1644 errichtet. Die Kirche war nur 33 m lang, 8 m breit und sehr niedrig. Darum beschloß man 1706 die Kirche höher zu führen und alles unter ein Dach zu bringen. Der sechste Kirchenbau Am 7. Juni 1706 wurde der Bau der sechsten Kirche begonnen. Der Grundstein wurde am 21. Juni gelegt. Der Bau ging drei Jahre lang. Am 17. Juli 1757 wurde die Stadt und damit auch die Kirche erneut durch einen Brand in Schutt und Asche gelegt. Der siebte Kirchenbau Im Jahr 1758 hatte man einen Behelfsbau errichtet, aber es schneite und regnete hindurch. Wegen fehlender Mittel konnte die siebte Kirche erst 1773 unter schweren Opfern der Gemeinde vollendet werden. Am 9. Oktober 1834 äscherte wieder ein Stadtbrand binnen 3 Stunden die geistlichen Gebäude ein. Der achte Kirchenbau Unter Verwendung der vorhandenen Grundmauern begann der Wiederaufbau der achten Kirche sofort. Anfang Juli 1838 waren Turm und Kirche fertig. Es entstand eine romanisch-neugotische Saalkirche mit ins Oval gestellten Pfeilern mit umlaufenden zweigeschossigen Emporen und stuckierten Rippengewölbe nach Plänen eines unbekannten Architekten. Die tempelartige Kuppel als Turmabschluß ist vermutlich das Ergebnis von Geldknappheit. Am 1. Advent 1839 wurde die Kirche geweiht. Glocken 1839 wurden drei Bronzeglocken (c'-e'-g') gegossen. Im ersten Weltkrieg wurden die beiden großen Glocken eingesammelt. 1920 wurde ein komplett neues Bronzegeläut von Ulrich aus Apolda gegossen. Davon wurden wieder die beiden großen Glocken im zweiten Weltkrieg eingesammelt. 1952 wurde eine neue Bronzeglocke von Schilling aus Apolda im Schlagton e' gegossen und eine Eisenhartgussglocke von Schilling & Lattermann in Morgenröthe-Rautenkranz im Schlagton a' gegossen. 2010 wurde die Eisenhartgussglocke durch eine neue Bronzeglocke von der Glocken- und Kunstgießerei Lauchhammer im Schlagton c' gegossen. So wurde das historische Klangbild wiederhergestellt. Daten der Glocken Große Glocke Material: Bronze Schlagton: c' Gussjahr: 2010 Gießer: Lauchhammer U.D.: 155,8 cm Gewicht: 2260 kg Mittlere Glocke Material: Bronze Schlagton: e' Gussjahr: 1952 Gießer: Schilling, Apolda U.D.: 114,5 cm Gewicht: 812 kg Kleine Glocke Material: Bronze Schlagton: g' Gussjahr: 1920 Gießer: Gebrüder Ulrich, Apolda U.D.: 102,5 cm Gewicht: 648 kg Diese Aufnahme entstand am Samstag, den 13. Mai 2023 zum Sonntageinläuten 18 Uhr. Programm: 0:00 Bilder der Kirche mit Teilgeläut 3:05 kleine Glocke 5:04 mittlere Glocke 7:20 große Glocke 10:15 Stundenschlag 18 Uhr 11:02 Vollgeläut