Radolfzell (KN), das Münster läutet den Weißen Sonntag ein

Disposition: B° - des' - es' - [f'] - ges' - as' - b' - des'' - es''. Die beiden kleinsten Glocken von Rüetschi, Aarau, 2014. Alle übrigen goss F.W. Schilling, Heidelberg, 1953. Zum Weißen Sonntag erklingen dort alle Glocken außer der f'. Das Münster in Radolfzell ist Mariä Himmelfahrt geweiht. Die erste Kirche an der Stelle entstand 826 durch Bischof Radolt von Verona, der dem Ort seinen Namen gab. Der heutige Bau wurde zwischen 1436 und 1555 errichtet, vor 1480 durch Matthäus Böblinger. Am ältesten ist der Chor, zuletzt erfolgte die spätgotische Einwölbung der Seitenschiffe. Bis 1809 bestand auch ein Chorherrenstift. Die Kapelle am vorderen Ende des nördlichen Schiffs ist den Stadtpatronen Zeno, Theopont und Senesius gewidmet (sog. Hausherren), zu denen eine Wallfahrt bestand. Der teils erneuerte Altar vereint ihre Figuren vor einem Gemälde, eine äußerst seltene Lösung. Das Fresko darüber stammt von 1915 und wurde wie die übrigen neubarocken Deckenbilder von Otto Hämmerle gemalt. Am Ende des südlichen Schiffs steht ein prächtiger Rosenkranzaltar, vor Mitte des 17. Jh. geschaffen. Der neugotische Hochaltar ist ein Werk von Joseph Eberle 1897. Außen beim Chor steht die Ölbergkapelle, die Figuren darin sind nun Kopien der Originale von 1530. Ich wünsche ein frohes Pfingstfest. (Text, Fotos und Video: arnoldusglocke)