Steinach am Brenner (A-IL) - Pfarrkirche zum hl. Erasmus - Glocke 1, Teilgeläute und Vollgeläute
Es läuten die Glocken der Pfarrkirche zum hl. Bischof Erasmus in Steinach am Brenner zur Christi-Himmelfahrts Messe und Kreuzwegwanderung. Ablauf: 00:00 Intro 01:28 Glocke 1 03:18 Teilgeläute 05:02 Zwischensequenz - Einleitung zum Vollgeläute 05:11 Vollgeläute Stimmung: a°, cis', e', fis', a', cis" Gießer: Grassmayr Jahr: 1946 Die Marktgemeinde Steinach am Brenner liegt in der Mitte des nordtiroler Wipptals am Eingang ins Gschnitztal. Die mächtige Doppelturmkirche kann man schon von weitem erkennen. "Nicht viele Kirchen des Landes können auf eine derart bewegte Geschichte zurückblicken", so Walter Rampl in seinem Buch "Alle Kirchen Tirols". 1288 wird erstmals eine Pilgerkirche in Steinach erwähnt. 1337 erfolgte die Stiftung einer neuen St. Erasmus-Kirche, welche 1435 mit Blutbann belegt und neu geweiht wurde. 1518 gab es einen weiteren Umbau, der nach einem Brand 1585 durch einen weiteren Umbau von Franz de Paula Penz im spätbarocken Stil 1763/65 ersetzt wurde. Dieser sollte jedoch nicht der letzte Neubau sein, 1853 brannte die Kirche und der Ort ein weiteres Mal ab, 1855 wurde die Kirche in ihrer heutigen neuromanischen Gestalt wiederaufgebaut. Nach schweren Bombenschäden am Ende des zweiten Weltkriegs musste das Gotteshaus erneut restauriert werden, 1958 erfolgte die Rebarockisierung des Chores und die neue Bemalung seiner Flachkuppel. Am Rundbogenportal kann man noch ein Holzrelief "Brennender Dornbusch" aus dem späteren 19. Jhdt. erkennen. Im Inneren kann man sehr schön die neuromanischen Fresken an der Decke, welche 1867/71 gemalt wurden, sehen. Der Hochaltar stammt noch aus der Rokokozeit, sein Blatt wurde 1772 erschaffen. Am Korb der neoromanischen Kanzel befinden sich Reliefs der Evangelisten. Eindrucksvoll mit spitzen Türmen präsentiert sich der Prospekt der Orgel auf der rückwärtigen Empore. Das 1936 erbaute Werk von Karl Reinisch's Erben wurde 1992 durch die Nachkommen der in Steinach ansässigen Orgelbaufirma Reinisch-Pirchner ersetzt und ist mit 37 Registern, verteilt auf 3 Manualen und Pedal eines der größten Instrumente in Tirol. In den beiden Osttürmen befindet sich ein 6-stimmiges Geläute der Firma Grassmayr in Innsbruck. Es gilt als eines der wohlklingensten Geläute in Tirol. Technische Daten zu den Glocken: Glocke 1: "Herz-Jesu-Glocke"; 3498kg, 175cm dm, a° Glocke 2: "Marienglocke"; 1657kg, 138cm dm, cis' Glocke 3: "Erasmusglocke"; 983kg, 115cm dm, e' Glocke 4: "Wetterglocke"; 680kg, 105cm dm, fis' Glocke 5: "Meßglocke"; 370kg, 85cm dm, a' Glocke 6: "Armenseelenglocke", 176kg, 67cm dm, cis" Aufnahmedatum: 05.05.2016 - Christi Himmelfahrt Musik: J. S. Bach - Präludium in a-Moll BWV 569.

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