Beiersdorf/Oberlausitz (GR): Vollgeläut der evang. Lutherkirche

Zu hören ist heute eine Tonaufnahme des Vollgeläuts der evangelischen Lutherkirche in Beiersdorf/Oberlausitz. 0:00 - Uhrschlag 9.00 Uhr 1:00 - Vollgeläut Beiersdorf, am Fuße des 499 Meter hohen Bielebohs gelegen, ist eine Gemeinde im westlichen Landkreis Görlitz, nahe der Grenze zu Nordböhmen (Tschechien). Sie liegt etwa 20 km südlich von Bautzen und 10 km westlich von Löbau. Aufgrund von Platzmangel wurde die Kirche 1855 abgebrochen und durch den heutigen Bau ersetzt. Kanzel, Altar und Taufe wurden in diese neue Kirche übernommen. Der zunächst nur "provisorische" Turm wurde 1912 zu seiner heutigen Höhe und seinem Aussehen gebracht. Die alte Kirche trug in ihrem Dachreiter ursprünglich drei Glocken. Nach dem Schadhaftwerden und folgenden Veräußerung der kleinsten Glocke sind bis zum Ersten Weltkrieg nur noch zwei Glocken vorhanden gewesen. Diese sind 1817 von Gruhl und 1593 von Martin Hilliger gegossen worden. 1919 erhielt die Kirche ein großes Geläut, erklingend in des'-Dur, gegossen von der Gießerei Gebrüder Ulrich in Apolda. Wahrscheinlich aufgrund der (teilweisen) Vernichtung dieses Geläutes im Zweiten Weltkrieg wurden 1954 von der Gießerei Franz Schilling Söhne drei neue Glocken gegossen, die 1961 durch die große Glocke aus selbiger Gießerei erweitert wurden. Das Geläut hängt an gekröpften Stahljochen in einem Stahlglockenstuhl, präsentiert sich aber auch so schon seine Klangschönheit. Die Glocken: Motiv: es'-ges'-as'-b' (ausgefüllter Mollmotiv) Glocke 1 / es'-5 / 1961 / 1068 kg / 1237 mm Glocke 2 / ges' -2 / 1954 / 514 kg / 934 mm Glocke 3 / as'-1 / 1954 / 356 kg / 875 mm Glocke 4 / b'+0,5 / 1954 / 252 kg / 781 mm Alle Glocken wurden von der Gießerei Franz Schilling Söhne aus Apolda gegossen. Die Aufnahme entstand am Pfingstsonntag 2025, dem 08.06., um 09.00 Uhr zum Beginn des Festgottesdienstes. Quellen: • https://de.wikipedia.org/wiki/Beiersdorfhttps://www.kirche-oberes-spreetal.de... • „Beschreibende Darstellung der älteren Bau- und Kunstdenkmäler des Königreichs Sachsen. 34. Heft: Amtshauptmannschaft Löbau“ von Cornelius Gurlitt 1910, S. 1-5 • „Die Glocken der Oberlausitz“ von Edmund Brückner im Niederlausitzer Magazin 1906, S.145 • Buch "Glocken in Sachsen" von Rainer Thümmel, S. 274, 379