Heuanhänger brennt mitten im Wald

Steinhorst (Herzotum Lauenburg) Geistesgegenwärtiges Handeln eines Traktorfahrers und schnelles Eingreifen der Feuerwehr hat am Mittwochabend zwischen Siebenbäumen und Steinhorst sicher Schlimmeres verhindert. Gegen 21.25 Uhr wurden die Meldeempfänger von gleich 5 Freiwilligen Feuerwehren ausgelöst. Als Einsatzgrund war dort von einem Fahrzeugbrand groß zu lesen. Zu dieser Jahreszeit nicht unbedingt eine Seltenheit. Den Pulsschlag der ein oder anderen Einsatzkraft dürfte, mit dem Wissen um die hohe Waldbrandgefahr, die Zusatzinformation in die Höhe getrieben haben. Dort stach den Einsatzkräften der kurze Zusatztext „im Wald“ ins Auge. Nachdem die Intergrierte Leitstelle Süd in Bad Oldesloe neben der Steinhorster Wehr auch die Feuerwehren Siebenbäumen, Sandesneben, Schiphorst und Labenz in das Waldstück zwischen Siebenbäumen und Steinhorst geschickt hat, trafen die ersten eintreffenden Einsatzkräfte auf einen mitten in der Fahrbahn stehenden Heuanhänger aus dem schon hohe Flammen schlugen. Wie Einsatzleiter Kim Steingrube von der Freiwilligen Feuerwehr Steinhorst im Gespräch erklärt, hat der Traktorfahrer geistesgegenwärtig reagiert. Nachdem er im Rückspiegel Flammen auf einem von zwei Anhängern entdeckt hatte, stoppte er das Gespann umgehend und koppelte sowohl den zweiten Hänger und den Traktor selbst ab. Mit Hilfe eines Kollegen habe er den schon brennenden Hänger, welcher mit mehr als 200 Ballen Heu beladen war, in die Mitte der Straße geschoben um auf beiden Fahrbahnseiten genügend Abstand zu den Bäumen zu sichern. „Am Anfang haben wir uns klar auf die Verhinderung der Ausbreitung des Feuers auf den Wald konzentriert“, sagt Steingrube. „An einer Stelle hat die Böschung schon gebrannt.“ Nachdem mehrere Löschtankfahrzeuge der unterschiedlichen Wehren und ein Tanklastwagen eines ortsansässigen Unternehmer mit einem Fassungsvermögen von mehr als 16.000 Liter vor Ort eingetroffen waren, konnten aus mehreren Richtungen die Brandbekämpfung an dem Hänger intensiviert werden. Neben den wasserführenden Fahrzeugen wurde auch eine über 600 Meter lange Schlauchleitung zu einem Löschteich aufgebaut. Über 30 Atemschutzträger wechselten sich im Einsatz gegen die immer wieder aufflammenden Heuballen ab. Hierzu wurden nach und nach die Ballen vom Hänger auf die Straße gezogen und dort umgehend abgelöscht. Nach über einer Stunde konnte der Einsatzleiter „Feuer unter Kontrolle“ an die Leistelle melden. Zur Entsorgung der abgelöschten Heu Reste wurde ein LKW mit einer Mulde angefordert. Unter tatkräftiger Mithilfe des Landwirts, welcher das auf der Straße liegende Heu mit der Schaufel des Traktors zusammenschob wurde die Straße im Anschluss an die Löscharbeiten von den Brandresten befreit. Wie die Polizei noch in der Nacht auf Nachfrage bestätigt, konnte der Einsatz für die über 100 Einsatzkräfte gegen 23.50 Uhr beendet werden und die bis dahin voll gesperrte Straße wieder freigegeben werden.