12.-13.06.2026: Burgversteck und Hasenschreck
Den Abend dieses stürmischen Wochenausklangs verbringen die jungen Uhus zunächst geschützt in der Burgruine. Noch bieten die alten Mauern gute Rückzugsorte für den Tag – doch sobald die Dunkelheit näher rückt, wird deutlich: Die Ruine ist längst nicht mehr der ganze Aktionsbereich. Bevor es hinausgeht, sehen wir noch einmal alle vier Junguhus hoch oben auf den Mauern. Dort nutzen sie den Wind für ihre Flugübungen, balancieren auf schmalen Kanten und starten schließlich einer nach dem anderen zu den nächsten Erkundungen. Aus den ersten vorsichtigen Flügelschlägen ist inzwischen ein deutlich sichereres Unterwegssein geworden – auch wenn der Wind an diesem Abend offenbar gern mittrainiert. Bald finden wir die jungen Uhus auf dem Dach der großen Scheune wieder. Zwischen den Dachflächen und im Dunkel der Nacht muss man schon genau hinschauen, um die kleinen Federtiere auf dem großen Gebäude zu entdecken. Das genaue Hinsehen lohnt sich auch weiter unten: Ein stattlicher Feldhase hoppelt über den Reitplatz – und weckt sofort das Interesse der jungen Eulen. Was dann folgt, bleibt ein wenig rätselhaft. Ist das schon ein erster Jagdversuch? Oder eher neugieriges Ausprobieren mit sehr großem Übungsobjekt? Der Hase wirkt jedenfalls noch eine Nummer zu kräftig für die angehenden Jäger. Später sieht es so aus, als würde auch Isolde die Situation mitverfolgen – gibt sie vielleicht Jagdunterricht? Der Hase kommt jedenfalls vorerst davon, während sich die jungen Uhus wieder auf dem Scheunendach versammeln. Isolde behält die Umgebung von einer Laterne aus im Blick – mit bester Aussicht auf Nachwuchs, Dach und Reitplatz. Im Laufe der Nacht sind die Junguhus weiter unterwegs. Erst einige Stunden später entdecken wir sie erneut an der Scheune. Wieder sind alle vier zu sehen, und auf dem Dach gibt es offenbar auch Beute. Eine ganze Weile sind sie dort oben beschäftigt, bevor sich die Nacht langsam dem Ende nähert. Am frühen Morgen kehren die vier jungen Uhus in der Dämmerung wieder zur Burgruine zurück. Dort verbringen sie den Tag im Schutz des großen Turms – noch. Denn diese Nacht hat erneut gezeigt: Die alten Mauern bleiben ihr sicherer Ausgangspunkt, aber die Wege nach draußen werden immer länger. -- Musik: "Lafayette (Instrumental Version)" von Josh Woodward, Quelle: Free Music Archive / Josh Woodward, Lizenz: Creative Commons Attribution 3.0 – CC BY 3.0 "Instrumental" von AtlasAudio, lizensiert unter der Pixabay License

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