Richard Strauss: 4 Lieder op.27 (1894) - Dietrich Fischer-Dieskau

Richard Strauss: 4 Lieder Op.27 (1894) 00:00 1. Ruhe, meine Seele! (orch: Strauss 1948) 03:41 2. Cäcilie (orch: Strauss 1897) 05:48 3. Heimliche Aufforderung (orch: R. Heger 1929 or 1933) 09:18 4. Morgen! (orch: Strauss 1897) Poem by: 1. Karl Henckell (1864-1929) 2. Heinrich Hart (1855-1906) 3. John Henry Mackay (1864-1933) 4. John Henry Mackay (1864-1933) Baryton: Dietrich Fischer-Dieskau Piano: Gerald Moore EMI 1968 Richard Strauss composed the Op.27 in May 1894, and that September he gave it as a wedding present to his wife the soprano Pauline de Ahna. **For more details and history see the pinned comment** 1. (Ruhe, meine Seele!) 00:00 Nicht ein Lüftchen Regt sich leise, Sanft entschlummert Ruht der Hain; Durch der Blätter Dunkle Hülle Stiehlt sich lichter Sonnenschein. Ruhe, ruhe, Meine Seele, Deine Stürme Gingen wild, Hast getobt und Hast gezittert, Wie die Brandung, Wenn sie schwillt. Diese Zeiten Sind gewaltig, Bringen Herz Und Hirn in Not Ruhe, ruhe, Meine Seele, Und vergiß, Und vergiß, Was dich bedroht! ≈≈≈≈≈≈≈≈≈≈≈≈≈≈≈ 2. (Cäcilie) 03:41 Wenn du es wüßtest, Was träumen heißt von brennenden Küssen, Von wandern und ruhen mit der Geliebten, Aug in Auge, Und kosend und plaudernd, Wenn du es wüßtest, Du neigtest dein Herz! Wenn du es wüßtest, Was bangen heißt in einsamen Nächten, Umschauert vom Sturm, da niemand tröstet Milden Mundes die kampfmüde Seele, Wenn du es wüßtest, Du kämest zu mir. Wenn du es wüßtest, Was leben heißt, umhaucht von der Gottheit weltschaffendem Atem, Zu schweben empor, lichtgetragen, Zu seligen Höhn, Wenn du es wüßtest, wenn du es wüßtest, Du lebtest mit mir. ≈≈≈≈≈≈≈≈≈≈≈≈≈≈≈ 3. (Heimliche Aufforderung) 05:48 Auf, hebe die funkelnde Schale empor zum Mund, Und trinke beim Freudenmahle dein Herz gesund. Und wenn du sie hebst, so winke mir heimlich zu, Dann lächle ich und dann trinke ich still wie du... Und still gleich mir betrachte um uns das Heer Der trunknen Zecher [Schwätzer] – verachte sie nicht zu sehr. Nein, hebe die blinkende Schale, gefüllt mit Wein, Und laß beim lärmenden Mahle sie glücklich sein. Doch hast du das Mahl genossen, den Durst gestillt, Dann verlasse der lauten Genossen festfreudiges Bild, Und wandle hinaus in den Garten zum Rosenstrauch, Dort will ich dich dann erwarten nach altem Brauch, Und will an die Brust dir sinken, eh du's gehofft, Und deine Küsse trinken, wie ehmals oft, Und flechten in deine Haare der Rose Pracht. O komm, du wunderbare, ersehnte Nacht! ≈≈≈≈≈≈≈≈≈≈≈≈≈≈≈ 4. (Morgen!) 09:18 Und morgen wird die Sonne wieder scheinen und auf dem Wege, den ich gehen werde, wird uns, die Glücklichen sie wieder einen inmitten dieser sonnenatmenden Erde... und zu dem Strand, dem weiten, wogenblauen, werden wir still und langsam niedersteigen, stumm werden wir uns in die Augen schauen, und auf uns sinkt des Glückes stummes Schweigen... ≈≈≈≈≈≈≈≈≈≈≈≈≈≈≈ For Orchestral Version op.27    • Richard Strauss: 4 Lieder op.27 (1894) for...