Das Industriezeitalter in Steele an der Ruhr / Aufstieg und Niedergang einer Region.

Schon im 4.Jahrhundert wurde an der Ruhr nach Kohle gegraben. Man stieß auf Kohle wenn man nur wenige Meter ins Erdreich grub. Diese Löcher nannte man Pingen, wo nach wenigen Metern Tiefe das Grundwasser dem Abbau ein Ende setzte. Erst durch die Erfindung der Dampfmaschine konnte man das Problem der Wasserhaltung lösen. Für die Industrie wurde die Dampfkraft zum Motor, der das Industriezeitalter und die Eisenbahn in Gang brachte. Es entstanden Stahlwerke wie Krupp, das sich über einen ganzen Stadtteil erweiterte, oder das Stahlwerk Neu Schottland in Steele - Horst, wo Schienen für die Eisenbahn produziert wurden. Die Stollenzechen wuchsen zu großen Schachtanla- gen, die ihre Kohle aus 300 bis 400 Meter Tiefe förderten. Die begehrte Fettkohle wurde auf Schif- fen und mit der Eisenbahn transportiert. Mit dem Ausbau des Eisenbahnnetzes kamen Arbeiter für die Zechen und Fabriken, die dringend gebraucht wurden. Diese Epoche wo Kohle als Energieträger unverzichtbar war, endete in der Mitte des 20.Jahrhundert, als Erdöl, Gas und Uran an seine Stelle traten. Damit war das Zechensterben an der Ruhr eingeläutet. Die Zeche Heinrich stellte 1968 den Förderbetrieb ein.