NERESHEIM (AA), Abteikirche Ss. Ulrich und Afra - Vollgeläut
Tonfolge: h°-d¹-e¹-g¹-a¹-h¹-d² (Idealseptett) Die kleinste Glocke ist unbezeichnet und wurde im 15. Jahrhundert gegossen, während die zweitkleinste aus dem Jahr 1571 stammt und von Christoph Glockengießer gegossen wurde. Im Jahr 1961 wurden anlässlich des 40-jährigen Amtsjubiläums von Abt Bernhard Durst OSB die fünf großen Glocken bei der Gießerei Petit&Edelbrock in Gescher (Westfalen) in Auftrag gegeben. - - Die Benediktinerabtei Neresheim gehört zur Beuroner Benediktinerkongregation und liegt in der Diözese Rottenburg-Stuttgart im Bundesland Baden-Württemberg. Das Kloster auf dem Ulrichsberg bei Neresheim wurde 1095 von Graf Hartmann I. von Dillingen und seiner Frau Adelheid von Winterthur-Kyburg, vermutlich eine Tochter des letzten Winterthurer Grafen Adalbert II. und damit Stammmutter der Grafen von Kyburg, als Augustiner-Chorherrenstift gegründet und 1106 in eine Benediktinerabtei umgewandelt, die sich der Hirsauer Reform anschloss. Die ersten (Benediktiner-)Mönche kamen aus den Klöstern Petershausen und Zwiefalten. Im Jahr 1802, zur Zeit der Säkularisation, wurde das Kloster aufgehoben und fiel an die Fürsten von Thurn und Taxis, 1806 an Bayern, 1810 endgültig an Württemberg. Wertvolle Einrichtungs- und Ausstattungsgegenstände der Abtei gelangten über die Thurn und Taxis durch Kauf 1993 an den Freistaat Bayern. Ein Großteil der Bibliothek ist heute wieder als Leihgabe in Neresheim, nachdem ein bereits 1828 geplanter Verkauf nicht realisiert wurde. Die Bibliothekskataloge des 18. Jahrhunderts befinden sich allerdings weiterhin in Regensburg. Die Fürsten von Thurn und Taxis ermöglichten 1919 auch die Wiederbesiedlung durch Benediktiner aus Beuron und der Abtei Emaus in Prag. Die Abteikirche als geistliches und architektonisches Zentrum der Klosteranlage gilt als eine herausragende Sehenswürdigkeit in Baden-Württemberg, als Denkmal nationaler Bedeutung und als Kulturgut von europäischem Rang. Der Bau wurde 1750 nach Plänen von Balthasar Neumann begonnen. Erst 1792 konnte die Kirche geweiht werden. Von 1966 bis 1975 wurde die baufällig gewordene Kirche einer gründlichen Restaurierung unterzogen. Die zahlreichen Besucher sind beeindruckt durch den hellen und weiten Raum, durch die leuchtenden Fresken von Martin Knoller und durch den Klang der barocken Orgel von Johann Nepomuk Holzhey. (Quellen: www.wikipedia.de und www.abtei-neresheim.de) - - Fotos und Tonaufnahme: unteroktav

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