UHD: Tansania - Africa Amini Alama - Oder wie uns der Africa-Virus in die Buschklinik brachte UHD
Der Afrika-Virus bringt "bekanntlich die Befallenen unheilbar dazu, immer wieder nach Afrika zurückkehren zu müssen". Er hat uns schon seit vielen Jahren fest im Griff. Dieses Mal führt er uns unerwartet in die Buschklinik und mitten in ein sprachlos machendes Projekt. Der Aufenthalt in einer Massai-Lodge am Fuße des Kilimandscharo soll eigentlich nur ein Baustein einer großen Tansania-Rundreise bis in die Serengeti werden. Die Lodge wird in Eigenverantwortung der Massai betrieben. Sie ist zwar auf westliche Bedürfnisse eingestellt. Sie vermittelt aber mit den Lehmrundhütten, den Naturexkursionen, den Tanz- und Löwenjagdübungen der Massai den Zugang zur Kultur und zum Lebensstil der Einheimischen. Sie stellt allerdings keine künstliche Kulisse für Touristen dar. Doch die eigentliche Überraschung steht da erst noch bevor: Denn die Massai Lodge ist "nur" das Gästehaus und die Einnahmequelle für ein viel größeres Projekt. Es heißt Africa Amini Alama. Was ist das? Wir werden erfahren, dass zwei österreichische Ärztinnen – die heute 75jährige Mutter Christina Wallner und ihre Tochter Cornelia Wallner - binnen 10 Jahre im Nichts der Massai-Wildnis das Projekt „Africa Amini Alama“ aufgebaut haben. Entstanden ist dort ein Klinikzentrum, ein Berufsschulzentrum, Primar- und Sekundarschulen und ein Waisenheim in der Nähe des Dorfes Momella. Christina und Cornelia haben in Österreich alles aufgegeben und in dieses Projekt gesteckt. Der Ärztin und Juristin Christina Wallner gelingt es dank guter Beziehungen in Wien zahllose Spender zu akquirieren und die österreichische Stadt Mürzzuschlag als Partnergemeinde zu gewinnen. "Das Projekt soll auch durch den Besuch und die Mithilfe von europäischen Ärzten und Reisenden eine kleine Friedensbewegung sein." Das Projekt zeigt Früchte: Jetzt kommen sogar Jugendliche aus den großen Städten wieder zurück nach Momella aufs Land, weil sie hier eine schulische Ausbildung und berufliche Perspektiven bekommen. In die Klinik kommen jährlich bis zu 200.000 Menschen - statt der ursprünglich geplanten 8000 Patienten. Cornelia Wallner wirft im Interview interessante Fragen auf: Dürfen z.B. Spendengelder für die Sterbebegleitung verwendet werden, etwa für Blutreserven eines kurz vor dem Tod stehenden Anämie-Patienten? Africa Amini Alama heißt übrigens: Afrika, ich vertraue auf Dich! Christine und Cornelia Wallner – die Menschen vertrauen ihnen.

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