Nimmt KI uns die Jobs weg?

Über 200 Bewerbungen, ein Jahr Suche und am Ende nicht einmal eine Absage, die ein Mensch geschrieben hat. So sieht der Arbeitsmarkt gerade für viele junge Menschen aus. Die Frage, ob künstliche Intelligenz uns die Arbeit wegnimmt, ist deshalb keine ferne Zukunftsmusik mehr. Sie liest schon heute den Lebenslauf, bevor ihn ein Personaler je zu Gesicht bekommt. Ausgehend von einer Folge des BBC-Podcasts "What in the World" gehe ich in diesem Video der Frage nach, wen KI zuerst trifft und warum. Eine Untersuchung der Stanford University deutet darauf hin, dass vor allem die 22- bis 25-Jährigen seit dem Durchbruch von ChatGPT einen Rückgang an Stellen in leicht automatisierbaren Bereichen wie Softwareentwicklung, Marketing und Kundenservice erleben. Berufseinsteiger sind damit so etwas wie der Kanarienvogel im Kohleschacht: Sie merken als Erste, wenn die Luft dünn wird. Ich vertiefe, warum das für Unternehmen Versuchung und Gefahr zugleich ist. Wer heute die komplette Junior-Ebene wegrationalisiert, spart kurzfristig Geld, kauft sich aber in einigen Jahren ein Nachwuchsproblem ein, das sich mit keinem Tool beheben lässt. Außerdem geht es um den Bewerbungsprozess selbst, in dem inzwischen oft eine KI Texte schreibt, die von einer anderen KI bewertet werden, während der Mensch auf beiden Seiten zu verschwinden droht. Und es geht um die Frage, was am Menschen eigentlich wertvoll bleibt, wenn jeder bald dieselben Werkzeuge bedienen kann. Am Ende läuft alles auf einen einfachen Gedanken hinaus. Wenn das Wertvolle am Menschen genau das ist, was die Maschine nicht hat, dann ist die spannendste Frage nicht, wie viele Stellen sich durch KI einsparen lassen, sondern wie man eine Organisation baut, in der Maschinen die Routine tragen und Menschen das übernehmen, was Urteil verlangt. How AI is changing the job market - What in the World podcast, BBC World Service    • How AI is changing the job market - What i...   #KI #ArtificialIntelligence #Arbeitsmarkt #Berufseinstieg #FutureOfWork