«Ich sterbe vielleicht mit, aber nicht an Sklerodermie»

m Jahr 2021 erhielt sie die Diagnose Systemische Sklerose (Sklerodermie) – eine seltene Autoimmunerkrankung, deren Verdacht sie bereits lange begleitet hatte. Obwohl die Diagnose zunächst genau das bestätigte, was sie am meisten befürchtet hatte, brachte sie auch Klarheit. Denn für sie war das jahrelange Leben im Ungewissen belastender als die Gewissheit selbst. In diesem bewegenden Porträt erzählt sie offen von ihrem Leben mit der Krankheit. Gemeinsam mit ihrem Mann und ihrer Enkelin verbringt sie viele schöne Stunden auf dem Campingplatz – einem Ort, an dem sie Wärme, Geborgenheit und Lebensfreude findet. Wärme ist für sie besonders wichtig, denn Kälte kann schmerzhafte Raynaud-Anfälle auslösen. Deshalb gehören ihre speziellen Handschuhe, ihre „Icebreaker“, stets zu ihrem Alltag. Sie spricht über die Herausforderungen, die die Krankheit mit sich bringt, über Medikamente, Disziplin und die Dinge, die nicht mehr so selbstverständlich sind wie früher. Gleichzeitig erzählt sie von der Kraft, die ihr ihre Familie gibt, von den unbeschwerten Momenten mit ihren Enkelkindern und davon, wie wichtig es ist, das Leben trotz Einschränkungen aktiv zu gestalten. Ihre Botschaft ist klar: Die Krankheit gehört zu ihrem Leben, aber sie bestimmt nicht, wie sie ihr Leben lebt. Sie weiss, dass sie mit der Krankheit alt werden wird. Doch sie hofft, nicht an ihr zu sterben. Mit Zuversicht, Akzeptanz und Lebensfreude füllt sie jeden Tag mit Leben – und möchte noch viele gute Jahre vor sich haben.