Fribourg FR, Kathedrale St-Nicolas, Vollgeläute
Fribourg FR Kathedrale St-Nicolas Konfession: römisch-katholisch Es läuten alle 9 Glocken G° H° es‘ f‘ as‘ b‘ es‘‘ ges‘‘ ges‘‘ Aufnahme vom Sonntag, 14.10.2018, 16h45, Sondergeläute im Rahmen des GCCS-Wochenendes. Die Kathedrale von Fribourg besitzt einen äussert eindrücklichen, vollständig historischen Glockenbestand. Mit der Barbaraglocke ist eine der ältesten mit Giessernamen versehenen Glocken der Schweiz darin enthalten. Drei weitere Glocken stammen ebenfalls aus dem Spätmittelalter. 1505 entstanden die beiden besonders wohlklingenden Bourdons von Französischen Giessern. Aus dem 17. Jh. stammen weiter zwei kleinere Glocken. Die kleinste Glocke entstand 1734 und ist somit die jüngste des Ensembles. Durch die sehr individuelle Tonfolge und das eigentümliche Klangbild wird das Fribourger Kathedralgeläute unverwechselbar. Es darf zweifellos zu den bedeutendsten Glockenensembles des Landes gezählt werden. Die erste Nikolauskirche in Fribourg wurde 1182 geweiht. Die im Grunde heute noch erhaltene Kirche entstand ab 1283 und wurde nach verschiedenen Unterbrüchen 1490 vollendet, etwa gleichzeitig wurde auch der monumentale Frontturm fertiggestellt. Der Chor wurde 1627-1631 vom Berner Münsterwerkmeister Daniel Heintz in nachgotischem Stil neu errichtet. Die Seitenkapellen zwischen den Strebepfeilern der Seitenschiffe wurden vom 16. bis ins 18. Jh. erstellt. 1924 wurde die bisherige Stiftskirche zur Kathedrale des Bistums Lausanne-Genf-Fribourg erhoben. Die Ausstattung, die immer wieder verändert wurde, erhielt im Ende 19. und im 20. Jh. durch neue Glasfenster neue Akzente. In neuerer Zeit war man immer wieder mit dem Unterhalt des Gebäudes beschäftigt. Der 74 Meter hohe, mit Fialen und Flachdach abgeschlossene Turm der Kathedrale überragt die Fribourger Altstadt markant. Er ist ein Werk des französischen Flamboyantstils. Daran fügt sich die schlicht gestaltete Basilika an. Aussen sind weiter das Hauptportal und das rechte Seitenportal, beide mit gotischen Figuren, sehenswert. Der Innenraum ist reicher gestaltet und erhält durch die Jugendstilfenster in den Seitenschiffen und im Chor von Jozef Mehoffer sowie die modernen Fenster im Obergaden und in der Heiligrabkapelle von Alfred Maniessier eine einzigartige Stimmung. Die Ausstattung reicht von der Gotik bis in den Historismus und enthält viele interessante Werke. Besonders zu erwähnen ist die grosse Heiliggrabgruppe (um 1430), die europäischen Rang geniesst. Ich danke der GCCS für die Organisation und der Kirchenverwaltung für das Sondergeläute. Nr. 1 Sions- oder Marienglocke (Grand Bourdon) gegossen 1505 Giesser: Robert de Besançon & Pierre de Montureux Gewicht: 6‘970 kg Schlagton: G° -5/16 Nr. 2 Katharinenglocke (Petit Bourdon) gegossen 1505 Giesser: Robert de Besançon & Pierre de Montureux Gewicht: 3‘550 kg Schlagton: H° -2/16 Nr. 3 Barbaraglocke gegossen 1367 Giesser: Walter Reber, Aarau Gewicht: 2‘080 kg Schlagton: es‘ +1/16 Nr. 4 Stunden- oder Brudeschaftsglocke gegossen 1416 Giesser: Anton Grangier, Fribourg Gewicht: 1‘650 kg Schlagton: f‘ -1/16 Nr. 5 Primglocke gegossen 1437 Giesser: Peter Follare, Fribourg Gewicht: 980 kg Schlagton: as‘ +-0/16 Nr. 6 Gambachglocke gegossen 1562 Giesser: Hans Burdi, Fribourg Gewicht: 600 kg Schlagton: b‘ +8/16 Nr. 7 1. Sakristansglocke gegossen 1569 Giesser: Jakob Kegler, Fribourg Gewicht: 210 kg Schlagton: es‘‘ +13/16 Nr. 8 2. Sakristansglocke gegossen 14. Jh. Giesser: unbekannt Gewicht: 230 kg Schlagton: ges‘‘ +6/16 Nr. 9 Totenglöcklein gegossen 1734 Giesser: Jakob Klely, Fribourg Gewicht: 110 kg Schlagton: ges‘‘ +-0/16 Bilder, Tonaufnahme und Text: Robin Marti

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Freiburg i. Breisgau Münster u. l. Frau FWS-Plenum mit alten und neuen Klöppeln

MARLY: (CH - FR) Geläute der Pfarrkirche St. Peter & Paul

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Luzern LU, Jesuitenkirche St. Franz Xaver, Vollgeläute

