Brandenburg a. d. Havel (BRB), die Glocken der Kirche St. Katharinen

Tonfolge: a⁰-cis¹-fis¹ Das vollständig historische Geläut wurde, der Größe nach aufsteigend, 1474 von Henric Waghevens, 1515 von Wilhelm u. Jasper Moer und 1841 von Johann Carl Hackenschmidt gegossen. Zusätzlich existiert eine 1345 entstandene Uhrschlagglocke in der Turmlaterne. Im Turmraum ist die 1946 in Apolda gefertigte Glocke der Jakobskapelle läutbar aufgehängt. --- St. Katharinen, die Pfarrkirche der Brandenburger Neustadt, entstand ab 1381 auf den Fundamenten einer älteren Feldsteinkirche. 1401 wurde sie fertiggestellt. Wenig später folgte die Eindeckung und - wölbung des Chores; zwei Kapellen folgten 1434. Ende des 15. Jahrhunderts folgte die Südvorhalle mit einer Bibliothek. Der vorige Westbau wurde übernommen und 1494 erneuert. Nachdem der Turm 1582 einstürzte, wurde er in heutiger Form bis 1592 neu errichtet. Ein Dachreiter über dem Ostteil wurde 1734 entfernt. 1725, 1842, 1864/65, 1910/12, 1987 und 1992 fanden Restaurierungen statt. Heute ist St. Katharinen mit beachtlichen 73 x 29 Metern die größte Kirche der Stadt; der Turm erreicht mitsamt Spitze eine Höhe von 72,5 Metern. Die Ausstattung umfasst einen 1474 geschnitzten Flügelaltar, die 1668 gestiftete Kanzel, das 1440 in Erfurt gefertigte Taufbecken, Glasfenster von 1912 und die 1898 von Wilhelm Sauer errichtete, große Orgel (81/V/P) im alten Gehäuse von 1726. --- Brandenburg an der Havel ist die drittgrößte Stadt im Land Brandenburg und wird als „Wiege der Mark“ bezeichnet. Sie liegt an der Havel nahe der Grenze zu Sachsen-Anhalt. Die slawische Festungsanlage wurde 928 von Heinrich I. erobert; die große Altstadt in drei Vierteln zeugt noch heute von der massiven Bedeutung der Stadt. Sie zählt heute knapp 75.000 Einwohner --- Der Besuch erfolgte am 23. September 2023. Herzlichen Dank an alle Beteiligten für die Ermöglichung der Aufnahmen!