Die Transamazônica: Brasiliens umstrittene Straße | ARTE Fernweh
Die berühmte Fernstraße Transamazônica führt auf über 4.300 Kilometern quer durch Brasilien, von der Atlantikküste bis tief in den Amazonas-Regenwald. Mit einem Paramotor fliegt der franko-brasilianische Filmemacher Sylvestre Campe über das Gebiet und zeigt aus der Luft die Schönheit der unendlich weiten Landschaft, aber auch die Narben der Zivilisation. Die brasilianische Fernstraße BR-230, genannt Transamazônica, führt auf mehr als 4.300 Kilometern quer durch das Land, von der Atlantikküste bis tief in den Amazonasregenwald. In den 1970er Jahren ließ die Militärdiktatur unter General Emílio Garrastazu Médici die Straße bauen, um das Amazonasgebiet zu besiedeln und dessen Bodenschätze zu gewinnen. Die damalige Propaganda mit dem Slogan "Ein Land ohne Menschen für Menschen ohne Land" zog Familien aus ganz Brasilien an, die auf ein besseres Auskommen hofften. Die Verheißungen der Regierung blieben jedoch unerfüllt; viele Siedler ließen sogar ihr Leben. Der in Brasilien lebende deutsch-französische Filmemacher Sylvestre Campe schwingt sich mit einem Paramotor in die Lüfte und erkundet das Gebiet rings um die Transamazônica von oben. Seine Expedition beginnt in Cabedelo an der Atlantikküste und führt gen Westen bis in die Kleinstadt Lábrea mitten im Dschungel. Campe zeigt den Amazonasregenwald aus der Vogelperspektive und teilt seine Gedanken zu den Bildern, die sich ihm bieten: Goldminen unter offenem Himmel, unzählige Lastwagen, die verheerende Abholzung, aber auch die Schönheit des Urwaldes und der Flüsse im Amazonasgebiet. Mit seinem Flugapparat wagt sich Campe auch in gefährliche und abgelegene Gebiete. Wo er landet, trifft er auf interessierte Menschen, die ihn zu sich einladen und ihn an ihrem Alltag teilhaben lassen: arme Bauern in der halbwüstenartigen Landschaft des Sertão, ein Goldsucher, der von einem Leben als Influencer träumt, ein Paar, das in seiner Jugend den Bau der Straße miterlebte, und eine junge indigene Aktivistin. Diese Begegnungen zeichnen ein facettenreiches und realitätsnahes Bild des "brasilianischen Wilden Westens" mit seiner multikulturellen Bevölkerung, die noch immer auf ein besseres Leben im Einklang mit der Natur hofft. Dokumentation von Albert Knechtel und Sylvestre Campe (F 2022, 53 Min) Mediathek: https://www.arte.tv/de/videos/110973-... Verfügbar bis zum: 17/10/2026 #brasilien #dokumentation #transfer Abonniert den Youtube-Kanal von ARTE Fernweh: / @artefernweh Folgt uns in den sozialen Netzwerken: Facebook : / infobyarte Instagram: / arte.tv

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